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WM 2010

Von Süd-Bismarck als Fanbetreuer nach Südafrika

09.06.2010 | 12:03 Uhr
Von Süd-Bismarck als Fanbetreuer nach Südafrika

Gelsenkirchen.Normalerweise vermittelt Patrick Arnold zwischen Schalke-Fans und der Polizei, wenn es mal Stress gibt und organisiert Freizeitangebote für junge S04-Fans. Aber nicht in den kommenden vier Wochen. Da ist der 29-Jährige Fanbetreuer bei der WM.

„Das wird kein Urlaub für uns. Das wird anstrengend“, ist sich Patrick Arnold (29) sicher. Als einer von vier Fanbetreuern aus der Bundesliga ist der Sozialarbeiter am Dienstag zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Südafrika aufgebrochen. Sonst vermittelt der Bochumer zwischen den königsblauen Anhängern und den grünen Uniformierten und macht Freizeitangebote für junge Schalke-Fans. „In Südafrika sind wir eher Dienstleister. Dort haben wir ein anderes Klientel als hier.“

Dass er einer der vier Auserwählten ist, will er nicht überbewerten. Zum siebenköpfigen Team der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), die bei internationalen Turnieren und Länderspielen fungiert, gehören Fanbetreuer aus Bochum, München und Frankfurt. „Die Reise geht vom 8. Juni bis maximal zum 14. Juli - das hängt von der deutschen Mannschaft ab.“ Wegen dieses unter Umständen langen Zeitraums hätten sich viele Fanbetreuer aus Rücksicht auf ihre Kinder und Familien wahrscheinlich erst gar nicht gemeldet. Der Mann vom Schalker Fanprojekt hatte sich auf die ausgeschriebene Stelle beworben und den Zuschlag bekommen.

„Wo deutsche Fans sind, sind wir auch“, beschreibt Patrick Arnold seine Arbeit in Südafrika. Unbürokratisch und schnell wolle man den Fans vor Ort helfen, die sich rund um die Uhr auch an eine Hotline wenden können. „Wir produzieren zu jedem Spiel von Deutschland Publikationen, sogenannte Fanzines. Da stehen Infos zum Spiel drin, Reisewege, Sehenswürdigkeiten und so weiter.“ Die Zeitungen verteilt das Team dann kostenlos in den Spielorten Durban, Port Elizabeth und Johannesburg. Auch online bietet die KOS mit einem WM-Guide Informationen. Und bei Ticketfragen stehen Arnold und Co. ebenfalls zur Verfügung. Und falls ein Fan mal seinen Pass verlieren sollte, habe man mit der deutschen Botschaft den „richtigen Partner im Gepäck“.

„Ich will keine Angst schüren“, sagt Patrick Arnold in Bezug auf das vermeintlich gefährliche WM-Gastgeberland. „Die Südafrikaner sehen das ganz anders. Und wenn man sich an bestimmte Regeln hält, kann man als Fan eine schöne Zeit haben.“ Vor Ort bieten Fanclub Nationalmannschaft und Deutscher Fußballbund ein Alternativprogramm. Da gebe es zahlreiche Möglichkeiten. Neben den vielen Nationalparks gebe es auch noch andere Sehenswürdigkeiten. Zur Vorbereitung auf Südafrika hat sich das KOS-Team zweimal in Frankfurt getroffen und an Informationsveranstaltungen teilgenommen.

Und wie weit kommt die deutsche Mannschaft? „Die Vorrunde werden wir überstehen, davon gehe ich aus. Alles, was übers Viertelfinale hinausgeht, würde ich als glücklich bezeichnen.“

Tobias Mühlenschulte

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Kommentare
19.06.2010
17:48
Blockierter Kommentar.
von sach ma SCHAAAALKE | #3

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19.06.2010
17:48
Blockierter Kommentar.
von sach ma SCHAAAALKE | #2

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19.06.2010
17:48
Von Süd-Bismarck als Fanbetreuer nach Südafrika
von sach ma SCHAAAALKE | #1

Mach et, Arnold ;)
Glückauf!

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