Von Niederlagen und Erfolgen
24.04.2009 | 20:22 Uhr 2009-04-24T20:22:00+0200Ein DFB-Fußballmuseum im Revier sei trotz der Niederlage eine gute Nachricht auch für Gelsenkirchen, hieß es gestern in einer offiziellen Pressemitteilung der Stadt.
Die Wahrheit ist natürlich eine andere: Wer seit vier Jahren an einem solch ehrgeizigen Projekt arbeitet und sich gegen scheinbar übermächtige Gegner wie Berlin, Frankfurt oder Köln durchsetzt, der muss natürlich traurig über diese Finalniederlage sein. Ein Nationales Fußball-Museum hätte im Berger Feld und darüber hinaus einen regelrechten Schub, eine Aufbruchstimmung geben und Leuchtturmwirkung entwickeln können. Die Zoom-Erlebniswelt und das Fußball-Museum - diese Kombination hätte ihren Reiz gehabt.
Vorwürfe muss sich die Stadt nicht machen. Im Gegenteil: Was vor allem das Team um Joachim Hampe bis zur letzten Sekunde geleistet hat, das war herausragend. Und: Wenn allein der Auftritt beim DFB-Bundestag der Maßstab gewesen wäre, hätte Gelsenkirchen über die aufreizend siegessicheren Dortmunder einen Kantersieg erzielt. Die DFB-Delegierten haben sich offenbar nicht gegen Gelsenkirchen entschieden, sondern offenbar für das Dortmunder Konzept bzw. die Dortmunder Standortphilosophie. Und vielleicht spielte auch die fehlende Lobby und eine gewisse Abneigung einiger DFB-Funktionäre gegen Gelsenkirchen eine gewisse Rolle. Die im Laufe des Verfahrens vom DFB aufgebauten Hürden und abgegebenen Querschüsse schließen eine solche Theorie zumindest nicht aus.
Und nun? Der Wettbewerb hat trotz des Ausgangs gezeigt, was möglich ist, wenn ein Ziel formuliert und mit allen Kräften gemeinam verfolgt wird. Diese Energie kann und muss die Stadt sofort wieder zum Einsatz bringen - zum Beispiel bei der Suche nach einer attraktiven Bebauung für das Grundstück im Berger Feld
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