Von der Zusage bis zur Landung in Düsseldorf vergingen sechs Monate

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Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte mit seinen Länderkollegen im Juni 2014 entschieden, das bisherige Aufnahmekontingent für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge auf 20 000 Menschen zu erweitern. Vorwiegend sollten, auch darauf verständigte man sich, Menschen aufgenommen werden, die bereits in Deutschland lebende Verwandte haben. Entsprechende Vorschläge sollten über die Bundesländer kommen. Bis zu diesem Beschluss hatte die Bundesrepublik ein Aufnahmekontingent von 10 000 Personen – bekanntlich zu wenig. Auch die Anträge der beiden Gelsenkirchener Familien waren da noch unbearbeitet.

Dass zwischen dem positiven Aufnahmebescheid und der Ankunft von Khalat Eyup und ihrem Sohn dann weitere sechs Monate vergingen, ist nicht zuletzt der Bürokratie in der Türkei geschuldet. Nachdem die Familie Hamishli-Eyup erfahren hatte, dass die Tochter kommen darf – und sie als Eltern nicht bürgen mussten – flog Mohammed Eyup in die Türkei. Als Ort zur Erledigung der notwendigen Formalitäten war Istanbul gewählt worden. Dorthin reiste auch seine Tochter – und wieder zurück. Erst ein paar Wochen später dann der nächste Termin ... Die Eltern kamen für die Reisekosten auf. Selbstverständlich auch für das Flugticket Istanbul-Düsseldorf. Als der Flieger in Düsseldorf gelandet war, wollte Khalats Bruder Ahmed seine Schwester bei der Begrüßung gar nicht mehr loslassen ...

Apropos Begrüßung: Die jungen Syrerinnen und ihre Kinder wurden auch bei einer der folgenden Montagsdemos auf dem Preuteplatz willkommen geheißen.