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Hans-Sachs-Haus

Von der 5. Etage der Vollendung entgegen

16.01.2013 | 09:06 Uhr
Von der 5. Etage der Vollendung entgegen
Tief unten auf dem Boden liegen die Schlangen für die Fußbodenheizung. Der Blick gen Glasdach und Forumfenster ist nun frei. Das Innengerüst wurde abgebaut. Noch sind die Fenster mit Folie abgeklebt.Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.  Das Obergeschoss im Hans Sachs Haus wird ab Ende März möbliert. Von dort aus arbeiten sich die Handwerker hinab bis zur Bau-Übergabe „Ende Frühling“ vor.

Es gibt Botschaften, die wärmen buchstäblich in diesen kalten Zeiten. Im Hans-Sachs-Haus läuft die Heizungsanlage. Im Inneren ist es auf den Etagen weitgehend muckelig – zumindest an Neubaumaßstäben bemessen. „Seit November heizen wir. Anders könnten wir auch jetzt gar nicht arbeiten . Um das Linoleum in den Büros zu verlegen, braucht der Bodenleger zum Beispiel mindestens zehn Grad“, sagt Thilo Steinmann, städtischer Projektleiter für das Neue Hans Sachs Haus.

Typisch graue Büromöbel

Die Arbeitsbedingungen auf der repräsentativsten Baustelle der Stadt könnten also schlechter sein für Maler und Putzer, für Fensterbauer und Elektriker, für Tischler, Trockenbauer, Installateure. Hier werden Steckdosen installiert, dort Leuchten angebracht, hüben werden Wände geglättet, drüben Dämmstoffe verfüllt. Doch wie das so ist: irgendwer hat immer das Nachsehen. Konkret: die Handwerker, die sich in Eiseskälte an der Fassade abarbeiten.

Imposante Technik: Die Lüftungsanlagen im Kellergeschoss. Sie sorgen für eine kontrollierte und zeitgesteuerte Be- und Entlüftung der Räume.Foto: Martin Möller

Frost und Schnee bremsen die Arbeiten. Eigentlich sollten die Gerüste an Ebert- und Munckelstraße bis Ende Januar komplett abgebaut werden können. Doch bislang zeigt sich das Hans-Sachs-Haus lediglich zur Ostseite weitgehend von Staubschutz, Stahlrohr und Planken befreit. Ab der ersten Etage aufwärts gibt es entsprechend einen optischen Eindruck davon, wie sich Klinker-Front und Fensterbänder des Baudenkmals künftig am gesamten Komplex machen werden. „Wenn uns jetzt die Witterung ein Schnippchen schlägt, wird das mit dem Rest so schnell nicht gehen“, sagt Steinmann.

Eine kleine Verspätung in einer langen Reihe von Verzögerungen. Ende 2011 war einst mal als Eröffnungstermin avisiert . Juli 2013 wird es wohl werden, bis die Verwaltung ihre neue Zentrale nutzen kann, bis Stadtspitze und Politik einziehen. Die komplexe Baustelle, aber auch Pleiten von ausführenden Firmen raubten Nerven, Geld und Zeit. Mit einer Übergabe des Gebäudes an die Stadt rechnet Steinmann nun bis „Ende Frühling.“ 240 Büros für rund 390 Mitarbeiter werden hergerichtet. In der obersten Etage beginnt bereits Ende März die Möblierung. Dann geht es Etage für Etage im Drei-Wochen-Rhythmus hinab. In „üblichen grauen Büromöbeln“, so Steinmann, wird sich die Mitarbeiterschaft übrigens einrichten.

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