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Gute Note für den Marathon

Am 17. Mai lockt der Vivawest-Marathon zahlreiche Läufer aus dem In- und Ausland ins Ruhrgebiet.
Am 17. Mai lockt der Vivawest-Marathon zahlreiche Läufer aus dem In- und Ausland ins Ruhrgebiet.
Die Vorbereitung auf das große Sportereignis am 17. Mai läuft auch am Grillo-Gymnasium in Gelsenkirchen auf Hochtouren.

Gelsenkirchen.. Auf die Plätze! Fertig! Los! Am städtischen Grillo-Gymnasium laufen die Vorbereitungen für den nächsten VIVAWEST-Marathon am 17. Mai auf Hochtouren. Die sportbegeisterte Schule brachte beim vergangenen Lauf nicht weniger als 15 Schüler-Teamstaffeln an den Start. Sie war damit die teilnehmerstärkste Schule des gesamten Wettbewerbs. Es waren vor allem Oberstufenschüler, die in Staffeln an den Start gingen. „Sie konnten damit ihre Note ein wenig aufbessern“, sagt Sportlehrerin Kathrin Figura augenzwinkernd, die in diesem Jahr erstmals die Marathon-Aktivitäten der Schule koordiniert.

Wer-bin-ich-Spiel

In diesem Jahr sind auch Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I dabei. Klassenlehrer Malte Schael ist stolz auf seine 8b. „Eine sportliche Klasse durch und durch“, lobt er, während sich die Jugendlichen in der Sporthalle beim „Wer-bin-ich-Spiel“ aufwärmen. In Zweiergruppen laufen sie und versuchen im Gespräch durch Fragen herauszukriegen, welchen Promi-Namen sie auf dem Rücken tragen. „Das ist ungefähr das Tempo, das sie später auch beim Marathon halten müssen“, erklärt Kathrin Figura ihre tiefere Absicht bei dieser Übung. Im Dezember hat sie im Rahmen des Sportunterrichts mit der Marathonvorbereitung begonnen. Fast alle wollten mitmachen. Zum Beispiel Kjell. Er ist der einzige Leichtathlet in der Klasse. Beim SuS Schalke 96 ist der blonde 13-Jährige auf Sprungdisziplinen und Kurzstrecken spezialisiert. 5,5 Kilometer ist er im Training schon einmal im Verein gelaufen, sagt er. „Aber mit etwas Übung schaffe ich auch eine längere Strecke“, ist Kjell überzeugt.

Die zweite Übung bringt einen Teil der Achtklässler an diesem Vormittag schon ein wenig mehr ins Schwitzen. Jetzt sind nämlich Sprinterqualitäten und Teamgeist gefragt. In vier Staffeln müssen kleine Bälle in aufgestellte Bananenkisten getragen werden. Spurten, ausruhen, spurten, ausruhen. Mit dieser Form des Intervalltrainings will Kathrin Figura die Ausdauer der jungen Sportler steigern. Bei Aleyna ist das nicht nötig. Die schlanke 14-Jährige spielt zweimal die Woche Volleyball beim TC Gelsenkirchen. Und das, trotz ihres Alters, schon in der Damenliga. Gemeinsam mit ihren Klassenkameradinnen Neslihan und Meltem. Die drei wollen auch am 17. Mai unbedingt in einer Staffel laufen. Auch wenn die Mädchen selbst noch ein wenig unsicher sind: „Die werden das locker hinkriegen“, ist ihre Lehrerin von ihnen überzeugt.

Staffellauf mit Stabübergabe

Das Prinzip des Marathon-Schulstaffelwettbewerbs: Jeweils sechs Läufer bilden ein Team, das die Strecke von 42 Kilometern absolvieren muss. Es gibt unterschiedlich lange Teilstrecken. Fünf Kilometer sind das Minimum, neun Kilometer die Obergrenze. Einigen der Jungs traut Kathrin Figura die längere Strecke zu. Enestevkan spielt aktiv Basketball und ist Ausdauertraining wie dieses aus dem Verein gewöhnt. Er und sein Freund Hamed, der gleich in zwei Vereinen Fußball spielt, finden die Vorbereitung gut. Alle warten auf den Frühling. Sobald das Wetter mitspielt, sollen die Schüler an der Luft laufen. Kathrin Figura wird dann das Aufwärmtraining auf den großzügigen Schulhof des Grillo-Gymnasiums verlagern. Doch den Ernstfall können die Jugendlichen nur selbst ausprobieren.

„Ohne eine sportliche Hausaufgabe wird das Projekt nicht funktionieren“, ist die Sportlehrerin überzeugt. „Im Frühjahr müssen sie in ihrer Freizeit selbstständig eine längere Strecke laufen.“ Eine halbe bis dreiviertel Stunde am Stück: Das gehe nun einmal nicht während des Unterrichts. Als Innenstadtschule hat das Gymnasium keinen Park oder etwas Vergleichbares in der Nähe. Dritte Übung: Staffellauf mit Stabübergabe zwischen zwei Zwölfergruppen. Kisten müssen übersprungen oder im Slalom umkurvt werden. Der Vorsprung der Gewinner ist am Ende hauchdünn. Kathrin Figura ist inzwischen selbst vom Marathonvirus infiziert. Sie will für den 17. Mai Kollegen finden für eine Lehrerstaffel. Auch andere Schulen können sich noch bis zum 6. April 2015 anmelden.

Wer das Ruhrgebiet laufend erleben will, ist beim VIVAWEST-Marathon an der richtigen Adresse. Bereits zum dritten Mal verbindet der Lauf die Städte Gelsenkirchen, Essen, Bottrop und Gladbeck. Auch am Nordsternplatz, dem Firmensitz des Titelsponsors VIVAWEST, wird es ein buntes Programm mit Kinderbetreuung, Live-Moderation, DJ und Bühnenprogramm geben. Näheres über das Unternehmen VIVAWEST erfahren Sie hier:

www.vivawest.de
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