Viel Wasser für den Pflanzenmarkt in Gelsenkirchen

Lasst Blumen sprechen: Als Blumenmädchen beglückten (v.l.) Marissa, Sarah, Sabine und Jaqueline die Besucher mit kleinen Präsenten.
Lasst Blumen sprechen: Als Blumenmädchen beglückten (v.l.) Marissa, Sarah, Sabine und Jaqueline die Besucher mit kleinen Präsenten.
Foto: Funke Foto Services
Der Blumen-und Gartenmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag in der City leiden unterm Wetterpech. Regenschauer und Kälte lassen weniger Besucher als in den Vorjahren kommen.

Gelsenkirchen.. Floor sitzt fröstelnd auf den Stufen seines aufklappbaren Lkws – der Blumenhändler aus dem holländischen Lienden schaut gedankenverloren auf die wenigen Passanten des Neumarkts. Grau und kalt ist der Sonntagmittag, neun Grad und Regen. Der seit Jahren im Frühjahr wiederkehrende Blumen-und Gartenmarkt in der Innenstadt hat an diesem Wochenende viel Pech mit dem Wetter.

„Am Samstag war zumindest der Vormittag sehr erfolgreich.“ Floors Assistentin Kimberly denkt positiv. Und siehe da, ein Ehepaar aus Herne eilt schnurstracks auf den Stand zu und kauft drei Clematis-Stauden. „Das Wetter ist für uns kein Problem, nur hat man durch den Regenschirm eine Hand weniger frei für die Einkäufe“, erklärt die Dame lachend.

Über 60 Verkaufsstände

Wer auf Terrassen oder in Schrebergärten keine ausgewachsenen Sträucher pflanzen möchte, sondern seinen grünen Daumen gerne an Knollen und Samen ausprobiert, wird etwas weiter links auf der Bahnhofstraße bei Joop van Meegen fündig. Der ebenfalls aus Holland stammende Gärtner ist eine strahlende Frohnatur: „So viel Wasser von oben tut doch den Pflanzen gut.“ Händler aus unserem Nachbarland sind nicht nur durch Blumen präsent, es gibt auch leckere Pommes blau-rot-weiß und traditionelles Handwerk mit Korbflechter und Spinnrad aus „De Olde Tied“.

Ebenfalls auf alte Zeiten besinnt sich die Bauernbackstube aus Ascheberg im Münsterland - zwei Verkaufsschlager sind Dinkel-und Emmerbrot. „Das ist ein Urkorn“, weiß Annegret Mittschker. Die Verkäuferin erinnert sich an das vergangene Jahr, „da war um 16 Uhr alles ausverkauft.“

Ostereier in Hülle und Fülle

Viele der über 60 Stände des Marktes kommen zum wiederholten Mal nach Gelsenkirchen. Zur Freude der Kinder bringt die Imkerei Schmidt von ihrem Kleinbauernhof auch Gänse, Schafe und Hühner mit.

Für bunte Farbtupfer im Regengrau sorgen Marissa, Sarah, Sabine und Jaqueline. Die vier „Blumenelfen“ begeistern in ihren Kostümen die Besucher nicht nur mit ihrem sonnigen Gemüt, sondern auch mit Schokolade am Stiel.

So ein Geschenk, das erinnert an Ostern – gut, dass es da auch eine Vielzahl von Kunstgewerbeständen mit Dekomotiven zum herannahenden Fest gibt. Osterhasen und Ostereier in Hülle und Fülle wohin das Auge auch blickt.

Ein Besuch auf dem Markt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Und wer mit etwas Halsweh nach Hause kommt, kann sich mit dem guten Naturhonig immer noch einen heißen Tee machen.

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