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Verhandlungen über Kraftwerk gescheitert

16.01.2012 | 17:37 Uhr
Verhandlungen über Kraftwerk gescheitert
Foto: Remo Bodo Tietz; NRZ

Gelsenkirchen.Die Verhandlungen der Städte Gelsenkirchen, Essen und Bottrop über Pacht oder Kauf des RWE-Müllheizkraftwerks in Karnap gelten als gescheitert . Dies geht aus einer Vorlage für den Verwaltungsrat des Bottroper Entsorgungsbetriebs Best vom 7. Dezember hervor.

Zur Erinnerung: Bisher verbrannte Gelsenkirchen im Verbund mit Essen, Bottrop, Mülheim und Gladbeck den Restmüll zu unschlagbar günstigen Preisen im RWE-Werk. Die Bürger profitierten, zahlten im NRW-Vergleich sehr niedrige Müllgebühren.

Gebühren steigen 2015

Der Vertrag läuft Ende 2014 aus . Er kann wegen neuer Gesetze und Vergaberegeln nicht verlängert werden. Mülheim und Gladbeck haben sich aus dem Kreis der Karnap-Städte bereits verabschiedet. Gladbeck lässt den Müll künftig in Herten verbrennen, Mülheim will die Aufgabe ausschreiben.

Gelsenkirchen, Essen und Bottrop planen für die Verbrennung ihrer jährlich etwa 300.000 Tonnen Restmüll drei Varianten: Die europaweite Ausschreibung, die Gründung eines eigenen Abfallwirtschaftsverbandes oder den Anschluss an einen bereits bestehenden Verbund. 2013 soll dazu eine Entscheidung fallen, heißt es.

Für die Bürger werden die Gebühren für die Müllabfuhr ab 2015 allemal teurer. Entsorgungspreise wie heute seien nicht mehr zu erwarten, sagt Heinz Nadorf, Geschäftsführer von Gelsendienste.

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