Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 19°C
Gewalt

Ursachenforschung nach der Derby-Randale Schalke gegen Dortmund

22.10.2012 | 19:32 Uhr
Rauch im Schalker Block. Beim Revierderby Schalke gegen Borussia Dortmund war es zu Ausschreitungen gekommen.Foto: Jochen Linz

Gelsenkirchen.  Schalke 04-Sicherheitsbeautragter Volker Fürderer meint nach den Krawallen beim Fußballspiel in Dortmund: „Nach einem solchen Tag kann man nicht zur Tagesordnung übergehen.“ Schalke 04 und Borussia Dortmund gaben eine gemeinsame Stellungnahme heraus und verurteilten die Krawalle beim Revierderby.

Auch Tag 2 nach dem 2:1-Auswärtssieg der Schalker gegen Revier-Rivalen Borussia Dortmund war überschattet von den gewaltsamen Ausschreitungen der auf Krawall gebürsteten Fans aus beiden Lagern . Spurensuche, Ursachenforschung, Konsequenzen ... Keine Themen für ungetrübte Ergebnis-Freude.

„Bevor wir uns an Spekulationen beteiligen, recherchieren wir die Vorfälle“, erklärte Schalke 04-Pressesprecher Thomas Spiegel, warum sich der Verein bis Montagnachmittag auf seiner Homepage noch nicht offiziell zu den Vorfällen am Samstag in Dortmund geäußert hatte. Spiegel erinnerte im Zusammenhang an die Ausschreitungen an das gemeinsam mit den Schalke-Fans auf den Weg gebrachte Leitbild, in dem es unter anderem heißt: „Von uns Schalkern geht keine Diskriminierung und keine Gewalt aus.“

Gewaltbereite Anhänger kaum aus der Menge zu entfernen

Der Schalke-Sprecher gab allerdings zu bedenken, dass es schlechterdings unmöglich sei, im Vorfeld eines solchen Revierderbys gewaltbereite Randalierer aus der Masse der Fans raus zu fischen. Zumal, wenn diese nicht bekannt seien.

S 04-Sicherheitsbeauftragter Volker Fürderer war Samstag - natürlich - ebenfalls in Dortmund. Und konstatierte auf Nachfrage der WAZ: „An diesem Tag waren die randalierenden Fans aus Schalke in der Überzahl.“

Pyrotechnik in den Block geschmuggelt

Wie es den Ultras gelingen konnte, verbotene Pyrotechnik trotz Eingangskontrolle ins Station zu schleusen ? Da musste Fürderer passen. S04 und BVB verurteilten in einer Montagnachmittag schließlich veröffentlichten gemeinsamen Erklärung die Krawalle beim Revierderby.

Randale bei Revierderby

„Nach einem solchen Tag kann man nicht zur Tagesordnung übergeh en. Wir alle stehen in der Verantwortung, über neue konzeptionelle Ansätze nachzudenken“, erklärte Schalkes Sicherheitsbeauftragter darin.

 

Inge Ansahl



Kommentare
Aus dem Ressort
Musiktheater im Revier macht Lust auf die neue Gelsenkirchener Spielzeit
Gala
Mit musikalischen und choreografischen Appetithäppchen machte das Musiktheater im Revier (MiR) bei der großen Eröffnungsgala im Großen Haus Lust auf die neue Spielzeit. Warum der Intendant am Ende trotzdem kalte Füße bekam, erzählen wir später ...
Gelsenkirchener Polizei erwischt Alkoholsünder am Steuer
Alkohol am Steuer
Ein Mann aus Herne hat am Sonntag auf dem Junkerweg im Stadtteil Gelsenkirchen-Neustadt einen Verkehrsunfall verursacht. Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass der 53-Jährige stark nach Alkohol roch.
Autofahrer verursacht schweren Unfall in Gelsenkirchen
Waghalsiges Manöver
Weil ein 55-jähriger Mann aus Oldenburg schnurstracks und ohne auf den Verkehr zu achten auf den linken Fahrstreifen der Autobahn 2 zog, musste ein anderer Autofahrer (24) aus Mülheim eine Vollbremsung einleiten. Dennoch kam es zu einem heftigen Zusammenstoß.
Zwei Räuber überfallen Gelsenkirchener - Zeugen gesucht
Kriminalität
Niedergeschlagen und ausgeraubt: Das musste ein 49-jähriger Gelsenkirchener Montagnacht an der Femestraße in Hassel erleben. Zwei bislang unbekannte Männer raubten ihm Geld und sein Smartphone. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, die die Täter von vermutlich südländischer Herkunft gesehen haben.
Gelsenkirchener Polizei stoppt Fahrerin mit 2,42 Promille
Polizeikontrolle
Die Gelsenkirchener Polizei hat zwei Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, die sich offenbar alkoholisiert ans Steuer gesetzt haben. Auf dem Junkerweg in der Neustadt war einer der Fahrer sogar in einen Unfall verwickelt. Ihre Führerscheine sind die beiden Herner erst einmal los.
Umfrage

Im Essener Folkwang-Museum denkt man derzeit über freien Eintritt für die Besucher nach - zumindest samstags. Im Gelsenkirchener Kunstmuseum gilt schon längst an allen Tagen: Eintritt frei. Auch ins Horster Schloss kommt man für wenige Euro in die sehenswerte historische Schau. Was meinen Sie, sollte der Eintritt zu Museen generell frei sein?

 
Fotos und Videos
Volles Haus beim Fest
Bildgalerie
Musiktheater im Revier
Tag der offenen Tür
Bildgalerie
Schleuse
Schalke erkämpft Remis
Bildgalerie
Bundesliga