Und es war Sommer

Die Kinder der städtischen Tageseinrichtung Flöttestraße in GE-Horst  verbringen im Revierpark Nienhausen einen tollen Tag.
Die Kinder der städtischen Tageseinrichtung Flöttestraße in GE-Horst verbringen im Revierpark Nienhausen einen tollen Tag.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Ventilatoren in Läden und Büros, Abhängen in den Cafés, Schattenplätze im Park, Andrang in den Freibädern: So kamen die Gelsenkirchener mit den subtropischen Temperaturen am Freitag zurecht.

Gelsenkirchen.. Ventilatoren in Läden und Büros, Abhängen in den Cafés, Schattenplätze im Park, Andrang in den Freibädern: So kamen die Gelsenkirchener mit den subtropischen Temperaturen am Freitag zurecht.

35,2 Grad Celsius zeigt das Sparkassen-Außenthermometer am Neumarkt um 15.25 Uhr. Die unerträgliche Hitze am Freitag hat ihre Spuren in der Stadt und an den Bewohnern und Berufstätigen hinterlassen. Die Hitze belastet vor allem die Menschen, die im Freien körperlich arbeiten. Aber nicht nur die Temperaturen, auch die UV-Strahlen und die Ozonbelastung sind eine Gefahr. Verständlich, dass die Bauarbeiten auf dem Neumarkt ruhen.

Daniela Aschbauer vom Bratwurststand an der Bahnhofstraße kann der Hitze nicht entkommen. „Es zu warm“, sagt sie. „die Leute gehen lieber schwimmen, statt in die Stadt zum Essen.“ Sie freut sich auf den Dienstschluss. Dann nimmt sie ihre Kinder und fährt an den Silbersee nach Haltern am See. „Sand und Wasser, mehr brauche ich nicht“, sagt sie.

Nicht jeder kann an den See fahren oder hat ein Planschbecken auf Balkon oder Terrasse. Wer sich in der schwitzenden Innenstadt eine kleine Abkühlung holen will, dem helfen die vielen Eiscafés. Hier wirken sich die Temperaturen positiv auf die Umsätze aus.

Hochsommerliche Temperaturen

„Wir faulenzen den ganzen Tag“, sagen die drei Senioren, die sich einen schattigen Platz unter einem der Sonnenschirme und zwischen Palmen gesucht haben. Langeweile? Von wegen. „Von hier lassen sich wunderbar die Menschen beobachten“, lachen die Drei. Was steht heute noch auf dem Programm? „Wir ziehen weiter ins nächste Café zu Kaffee und Kuchen.“

Andere Gelsenkirchener suchen Zuflucht im Grünen. Ein großes Planschbecken mit Wasserspielen im Revierpark Nienhausen ist bei 35 Grad für Kleinkinder der schönste Platz der Welt. Tanja Kammermann ist mit ihren Kindern Lina (4) und Jonas (7 Monate) aus Bulmke angereist. „Die Anlage ist wunderschön“, sagt sie, „solange das Becken sauber ist.“ Der Abschlussausflug der Vorschulgruppe des Kindergartens Flöttestraße aus Horst führt in den Revierpark. Die Wasseroase ist ein schöner Tummelplatz zum Planschen und Abkühlen. Damit Leiterin Marie-Luise Hülswitt und Erzieherin Janina Lainka-Domagalla die 13 Kinder im Blick behalten, tragen alle Kinder gelbe Warnwesten. Auf den Sprung ins kühle Wasser müssen die beiden Erzieherinnen verzichten. Ihr Arbeitstag ist noch lange nicht zu Ende. Nach dem Ausflug gibt es Wunschkost (Pommes Fites/Hamburger) und eine Übernachtung im Kindergarten.

Manche Menschen leben geradezu auf bei hochsommerlichen Temperaturen. Die Senioren im Johanniter-Stift an der Herforder Straße genießen die Hitze draußen im Schatten auf der Terrasse – „natürlich versorgt mit ausreichend Flüssigkeit“, sagt Beate Wieschermann, Leiterin der Einrichtung.