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Bombast-Rock

. . . und der Fleischklops rockt noch immer

22.07.2008 | 07:09 Uhr

Meat Loaf begeisterte am Samstag knapp 5000 Fans. Mit theatralischer Inszenierung seiner Bombast-Hits, aber auch einem guten Schuss Selbstironie zelebrierte der Amerikaner die Highlights seiner Karriere

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Schottenrock und Fleischklops

Die Konzerte des Wochenendes: Meatloaf und Runrig

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Unzählige Male von Presse und Fans abgeschrieben, gab Meat Loaf am Samstag ein eindrucksvolles Lebenszeichen im Amphitheater. Der Mann, der sich selbst "Fleischklops" nennt, rannte, rockte und schwitzte über zwei Stunden lang auf der Kanalbühne und begeisterte knapp 5000 Fans.

Zunächst droht es ein regnerischer Abend zu werden: Kaum hat die Vorgruppe "Pearl" um Meat Loafs Tochter Pearl Aday und Anthrax-Gitarrist Scott Ian mit sehr amtlichem Rocksound losgelegt, öffnen sich die Himmelsschleusen. Hunderte von Schirmen werden aufgespannt, doch nur wenige Minuten später ist der Wetterspuk vorbei, und die Musiker rocken unter dem Regenbogen, der sich über den Kanal spannt.

Perfekte Kulisse für Marvin Lee Aday alias Meat Loaf, der mit "Bat Out Of Hell" 1977 eines der erfolgreichsten Debütalben aller Zeiten vorlegte, und der für seine exzessiven Auftritte berühmt-berüchtigt ist. Auch in Gelsenkirchen fliegt der elegante Stetson bald vom Kopf, steigert sich der versierte Schauspieler in jeden Song unter vollem Körpereinsatz hinein. Natürlich ist Meat Loaf älter geworden, Abnutzungserscheinungen seiner Stimmbänder sind unüberhörbar: Ende 2007 brach er ein Konzert in Newcastle vollständig ab, weitere Gigs fielen aus. Im Amphitheater jedoch erscheint Meat Loaf im Vergleich zu manchen Auftritten der letzten Jahre deutlich besser disponiert, und wenn er nicht gerade wie besessen über die Bühne tigert, merkt man dem immerhin schon 60-Jährigen an, dass ihm der Auftritt Spaß macht.

Die Inszenierung der bombastischen, epischen Rockklassiker, die überwiegend aus den drei "Bat Out Of Hell"-Alben stammen, folgt strengen Regeln, aber immer wieder lockern Witz und Sellbstironie das Geschehen auf: Mit einer soeben geöffneten Bierflasche duscht Meat Loaf die erste Reihe, zu "Paradise by the dashboard light" erscheinen er und seine langjährige Duettpartnerin Patti Russo als jüngere Ausgaben ihrer selbst, bis sie sich im letzten Drittel des Songs die Kostümierung vom Leib reißen und sich mit Inbrunst angiften. "I'd do anything for love", "Rock&Roll dreams come through", "Life is a lemon", "Bat out of hell" als großes Finale: Gut zwei Stunden spielt Meat Loaf, dann gibt er seinen Fans noch eine letzte Botschaft mit auf den Heimweg. "I truly love you, and don't you ever stop rocking!"

Mario Stork

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Kommentare
23.07.2008
07:03
. . . und der Fleischklops rockt noch immer
von Molly | #2

Weiter so. Der Mann weiss wenigstens, was der tut. Im Gegensatz zu manch anderem im Showgeschäft.

22.07.2008
14:32
. . . und der Fleischklops rockt noch immer
von Bee | #1

Näher dran als vor Jahren in Duisburg und auch nicht so nass geworden. Das Amphietheater ist eine tolle Kulisse für Musicacts und sowohl Tochter Pearl als auch Mealt Loaf haben gerockt!! Die Stimmung war toll die Bühnenshow spaßig und immer wieder das Publikum einbeziehen und so kann man dann auch über die Defizite der Stimme hinweghören. Für seine 60 Jahre zeigt er einen 2-stündigen Auftritt mit Herz und Spaß....und das ist mehr als man oft bei neuen Stars für wesentlich mehr Eintritt bekommt. ERGO, ein rundherum gelungener Abend.

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