Und abends wieder allein

„Die meisten Freizeitangebote für Seniorinnen und Senioren enden bereits nachmittags“, hat die kleine Gruppe der Antragstellerinnen zum Bürgerhaushalt festgestellt. Dabei gebe es auch rüstige Seniorinnen und Senioren, die gerne auch abends noch aktiv sind. Zum Beispiel bei gesellschaftlichen und sportlichen Veranstaltungen oder bei Tanzveranstaltungen. Der Vorschlag der Frauen, die Stadt möge das Freizeitangebot für Ältere auf die Abendstunden ausweiten, hat es nicht in die Bestenliste geschafft. Was die Antragstellerinnen nicht unbedingt nachhaltig betroffen machte. Eine aus dem kleinen Kreis hat dann aber zufällig Monate später einen Kommentar unter dem Vorschlag gefunden, der auf der Homepage der Stadt zum Bürgerhaushalt zu lesen steht. Und der macht sie ärgerlich, weil er am Thema vorbei gehe. Da heißt es nämlich: „Dieser Vorschlag richtet sich sicherlich an die Veranstalter solcher Angebote und nicht an die Stadt, oder?“ und: „(...) die Geschäftsleute werden die Einnahmequelle doch schnell entdecken“. Sehr wohl habe man auf die Hilfe der Stadt gesetzt, sagte die Frau, die unerkannt bleiben möchte, zur WAZ. Man wünsche sich einfach einen Raum, vergleichbar mit einem Jugendtreff, in dem sich Senioren und Seniorinnen auch abends treffen können. Sie selbst besuche die Zwar-Gruppe und gehe zur Frauenhilfe. „Aber das hört zeitig auf.“ Nicht nur ihr Wunsch nach Geselligkeit ende damit aber nicht, so die 73-Jährige.