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Ückendorfer Sternsinger bei Bundeskanzlerin

28.12.2012 | 17:37 Uhr
Ückendorfer Sternsinger bei Bundeskanzlerin
20 Sternsinger aus Gelsenkirchen-Rotthausen waren im Januar 2012 zu Besuch beim damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff in Berlin. Nun singen Kinder aus St. Josef in Ückendorf beim Empfang in Berlin – diesmal im Kanzleramt.Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen.  Preisrätsel bringt vier Kinder aus der Gemeinde St. Josef in der Pfarrei St. Augustinus zum Berlin-Besuch ins Kanzleramt. Bundesweit sind jährlich 500.000 Sternsinger unterwegs.

In bunten Königsgewändern und mit Kronen auf dem Kopf sind sie rund um den Dreikönigstag am 6. Januar wieder unterwegs: die Sternsinger. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+13“ bringen sie den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen. „Segen bringen, Segen sein. Für Gesundheit in Tansania und weltweit“ – Dies ist das Motto der 55. Aktion Dreikönigssingen. In diesem Jahr steht Tansania als Beispielland im Mittelpunkt der Aktion.

Für vier Kinder aus der Gemeinde St. Josef in der Pfarrei St. Augustinus in Ückendorf wird es diesmal etwas ganz Besonderes. Denn die Sternsingergruppe fährt am Donnerstag mit ihrer Betreuerin nach Berlin . Dort vertritt sie einen Tag später am Freitag, 4. Januar, um 11 Uhr das Bistum Essen beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Mädchen und Jungen aus der Gemeinde St-Josef Ückendorf hatten sich am Sternsinger-Wettbewerb der 55. Aktion Dreikönigssingen beteiligt und beim Preisrätsel die richtige Lösung gefunden. Seit 1984 bringen Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat“ ins Bundeskanzleramt. Die Kanzlerin empfängt insgesamt 108 kleine Könige aus den 27 Bistümern.

Spenden für Not leidende Kinder

Bundesweit machen sich rund 500.000 Sternsinger auf den Weg zu den Menschen und sammeln Spenden für Not leidende Kinder in aller Welt. Aus der Pfarrei Augustinus in Gelsenkirchen ziehen 17 Kinder in Gewändern der Heiligen Drei Könige von Haus zu Haus. „Wir haben zwar unsere Stammgruppen, hoffen aber auch noch auf kurzfristige Anmeldungen“, sagt Schwester Rosa, die die Sternsingeraktion schon mehrere Jahre begleitet.

Die letzten Vorbereitungen werden am Mittwoch getroffen. Dann sollen noch einmal die Kostüme anprobiert und die Lieder geübt werden. „Einige Kinder sind neu dazu gekommen, andere aus ihren Kostümen herausgewachsen“, erklärt Schwester Rosa lachend. „Am Freitag besuchen wir Pflegeheime, am Samstag Krankenhäuser und Seniorenzentren und am Sonntag gehen wir dann zu den Familien“, fügt sie hinzu.

Seit dem Start der Sternsingeraktion im Jahr 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 814 Millionen Euro wurden seither gesammelt und damit mehr als 63.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder vornehmlich in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt.

Deborah Vogtmann

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