"Typisch Wittke"
01.06.2009 | 16:01 Uhr 2009-06-01T16:01:00+0200Ex-OB wird Geschäftsführer bei Hellmich, behält aber sein Landtagsmandat. Stadionbau in Algerien. Kritik der SPD
Oliver Wittke hat einen neuen Job: Der ehemalige Bau- und Verkehrsminister ist seit Pfingstmontag, 1. Juni, Geschäftsführer beim Duisburger Bauunternehmen Hellmich. Sein Landtagsmandat will der 42-jährige Christdemokrat parallel zu dieser Tätigkeit weiterhin ausüben. „Typisch Wittke” - so der Kommentar des Gelsenkirchener Landtagskollegen Markus Töns (SPD).
Wittke bestätigte gegenüber der WAZ einen entsprechenden Medienbericht über sein Engagement bei Hellmich. Er werde im Bereich Projektentwicklung tätig sein und sich unter anderem um den Neubau von Stadien in Algerien kümmern, so der Ex-OB. Ob er nach der Landtagswahl 2010 weiterhin im Düsseldorfer Parlement sitzen werde, „entscheidet der Wähler”, sagte der stellvertrende CDU-Landesvorsitzende. Die Führerschein-Affäre hat seinen neuen Arbeitgeber Walter Hellmich übrigens nicht gestört. „Im Gegenteil. Ich bin selbst kein Heiliger”, sagt Hellmich.
„Oliver Wittke scheint sein Mandat nicht besonders ernst zu nehmen”, kritisierte SPD-Landtagsabgeordneter Markus Töns auf WAZ-Anfrage die Haltung Wittkes. Er habe Verständnis dafür, wenn beispielsweise ein Rechtsanwalt ein politisches Mandat übernehme und deshalb als Jurist kürzer trete, seine Kanzlei aber behalte, um später in diesen Beruf zurückkehren zu können. Aber: Einen solchen Geschäftsführerjob mit Auslandsaufenthalten könne man „nicht mal eben nebenbei” machen. „Diese beiden Tätigkeiten vertragen sich nicht”, so Markus Töns.
CDU-Chef und MdB Wolfgang Meckelburg sieht das ganz anders: „Ein Landtagsmandat lässt zeitlich viel mehr Spielräume als ein Bundestagsmandat.” Und: Er gehe davon aus, dass es sich bei Wittkes Hellmich-Job eher um eine „halbe Stelle” handele.
Nachteile für die Gelsenkirchener CDU erwartet Meckelburg durch die zusätzliche Belastung für Wittke nicht: „Oliver ist ein Typ, der viele Termine braucht. Das war immer so.”
16:00
Wenn der Gute doch ach so wenig ausgelastet ist, dann sollte er sich mal lieber ein wenig mehr um seine Familie kümmern!!! Bei diesem Einsatz kennen ihn seine Frau und die beiden kleinen Kinder eh schon nur noch von den Schlagzeilenfotos in einschlägigen Medien. Aber vielleicht ist es ja auch mehr ein Kompensationsverhalten und zeigt, dass er lieber weit weg von ihnen ist, da sie seiner Karriere nicht mehr dienlich sind????
14:08
Herr Meckelburg sieht also Wittkes neuen Posten als eine halbe Stelle. Und das Landtagsmandat scheint für ihn wohl ebenfalls eine halbe Stelle zu sein. Gut zu wissen!
11:48
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11:14
Wittke ist sicher nicht der Erste oder Letzte aber er gehört doch sicher mit zu den Dreistesten.
Noch mehr aber wird das alles überdeckt von den lahmen Verteidigungsversuchen eines offensichtlich überforderten Wolfgang Meckelburg.
09:46
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09:46
Sorry, was regt ihr euch so auf. Es ist doch nicht verboten und wie viele Politiker haben noch einen Nebenjob ? Wie viele der Bundespolitiker haben einen Nebenjob? Ich finde es gut. Oder wollt ihr später von unseren Steuergeldern, ALG oder HARTZ 4 für ihn zahlen. Ich habe kein Problem damit.
08:00
Auch als CDU Wähler sage ich: Der liebe Herr Wittke sollte sich sofort aus dem Politikgeschehen zurückziehen. Ich wünsche ihm dann natürlich viel Glück in seinem neuen Job.
01:24
Das muss der Wähler sich einmal vorstellen:
Da wird das Kreuzchen für einen Landtagskandidaten gemacht
und man wähnt von ihm seine Interessen vertreten zu bekommen,
sofern die Partei dahinter steht und dann muss man lesen, der
gewählte Abgeordnete ist nur noch ab und zu im Landtag und den
Rest der bezahlten Abgeordnetenzeit (derzeit Diäten von 9756 Euro
monatlich brutto) arbeitet er als Geschäftsführer gut bezahlt in der
freien Wirtschaft und tourt für die Firma durch die Weltgeschichte .
Wo für sitzt eigendlich der gewählte Abgeordnete dann im Landtag?
Damit seine späteren Versorgungsbezüge gewahrt bleiben und sich
vermehren. Zum November 2008 ist bekannt geworden, dass
Abgeordnete bereits nach zweieinhalb Jahren im NRW-Landtag ihren Versorgungsanspruch erwerben (bisher: fünf Jahre).
00:45
Das zeigt wieder mal deutlich, daß Abgeordnete ihren Politiker-Beruf nicht ernst nehmen, obwohl sie dort sehr gut entlohnt werden und über dem Durchschnitt hohe Pensionsansprüche erwerben.
Deshalb nimmt die Wahlbeteiligung stetig ab und die Politikverdrossenheit stetig zu..
22:37
Der ist doch nur noch mega peinlich.
Und wenn sich jemand noch hinter so eine Person stellt............*kotz*
Aber eines hat mir der obige Bericht gezeigt:
Die CDU ist keine Partei die wählbar ist.