Tod nach Polizeieinsatz in Gelsenkirchen - Faustschlag aus Notwehr

Die Jakobstraße in Gelsenkirchen: Grund für den Einsatz der Polizei war ein Wohnungsbrand: Der mutmaßliche Brandtstifter starb nach seiner Festnahme.
Die Jakobstraße in Gelsenkirchen: Grund für den Einsatz der Polizei war ein Wohnungsbrand: Der mutmaßliche Brandtstifter starb nach seiner Festnahme.
Foto: Joachim Kleine-Büning/Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Nach dem Tod eines Mannes bei seiner Festnahme in Gelsenkirchen hat die Staatsanwaltschaft nun die Ermittlungen gegen vier Polizisten eingestellt.

Gelsenkirchen.. Ein halbes Jahr nach dem Tod eines mutmaßlichen Brandstifters in Gelsenkirchen hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen vier Polizisten eingestellt. Der folgenschwere Faustschlag eines Polizisten gegen den 44-jährigen Mann sei aus Notwehr erfolgt. Ihm hätten keine milderen Mittel zur Verfügung gestanden, um sich gegen einen erwarteten Angriff zu wehren, teilte die Staatsanwaltschaft Essen am Dienstag mit. Der 44-jährige Mann war nach dem Faustschlag eines Polizisten ins Gesicht nach hinten getaumelt und mit dem Kopf aufs Pflaster geschlagen.

Ermittlungen Der Mann sei laut Obduktionsergebnis an den Kopfverletzungen gestorben. Misshandlungen durch die übrigen Polizisten hätten nicht festgestellt werden können. Die Ermittlungen, ob der Mann im Krankenhaus richtig behandelt wurde, seien noch nicht abgeschlossen.

Verdächtiger soll Polizist gedroht haben

Die Beamten hatten den Mann verfolgt, der eine Bekannte geschlagen und dann Feuer gelegt haben soll. Als ein Polizist ihn fast hatte, drehte der Mann sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um und ging mit geballten Fäusten in Angriffsstellung. Ein Polizeibeamter sei dem erwarteten Angriff mit einem Faustschlag zuvorgekommen. Der Beamte habe noch vergeblich versucht, den stürzenden Mann aufzufangen. (dpa)