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Theaterfest mit Trachten am MiR in Gelsenkirchen

11.09.2011 | 18:30 Uhr
Theaterfest mit Trachten am MiR in Gelsenkirchen
Das Musiktheater im Revier (MiR) feierte sein Theaterfest. Besucher konnten einen Blick hinter die Kulissen werfen oder an verschiedenen Aktionen teilnehmen. Das Ensemble zeigte öffentliche Proben und Soloauftritte. Im Bild: die Pret-à-porter Kostümmodenschau. Foto: Sebastian Konopka

Gelsenkirchen.   Beim Theaterfest vermittelt das MiR einen Vorgeschmack auf die kommende Spielzeit. Aber es gibt in gewisser Weise auch Nachschlag: Kostüme der vergangenen Saison können im Anschluss an die Modenschau auf der Bühne im Westfoyer ersteigert werden.

Im „Weißen Rössl“ geht’s rustikal zu. Bierbänke, grobe Holzstühle, karierte Tischdecken mit Maßkrügen darauf und ein echter Heuwagen mit ebenso echtem Heu entführen die Besucher des Musiktheaters am Sonntag ins weit entfernte Bayern. Ein riesiges Banner mit Berglandschaft macht den Kurztrip in den malerischen Süden der Republik perfekt.

Beim Theaterfest vermittelt das MiR einen Vorgeschmack auf die kommende Spielzeit – wie eben zum Beispiel die Operette „Im Weißen Rössl“. Aber es gibt in gewisser Weise auch Nachschlag: Kostüme der vergangenen Saison können im Anschluss an die Modenschau auf der Bühne im Westfoyer ersteigert werden; oder in „Meyer’s Modesalon“ in der Garderobenhalle zu Festpreisen erworben werden. Außerdem gibt es öffentliche Proben, Workshops, Führungen, Technik-Shows, einen Spielzeit-Parcours, ein Opernchor-Konzert und Solo-Auftritte im Weißen Rössl.

Skelett-Kostüm im Müllsack

Theaterfest im MiR

Zum Verkauf stehen etwa die schweren und dunklen, beinahe bedrohlich wirkenden Mäntel aus „Zar und Zimmermann“. Oder die überdimensionalen neonfarbenen Schuhe aus dem Kinderballett „Kaleidoskop“. „Ich schaue einfach mal durch, ich habe nichts bestimmtes vor Augen“, wühlt sich Gregor Ponhöfer aus Recklinghausen durch einen der Kleiderständer, während eine MiR-Mitarbeiterin einem fündig Gewordenen das Skelett-Kostüm in einen Müllsack packt. Früher, so Ponhöfer, sei er regelmäßig ins Musiktheater gegangen, heute wegen der Kinder nicht mehr. Mit ihnen und seiner Frau habe er auch eine der Theaterführungen vor und hinter den Kulissen mitgemacht.

„Das Theaterfest ist eine gute Gelegenheit, auch Leute ins Haus zu holen, die sonst nicht hier sind“, sagt MiR-Sprecher Christoph Nagler am Informationsstand. Der vor dem Haus geplante Fest-Auftakt – ebenfalls am Weißen Rössl orientiert – habe jedoch wetterbedingt ins Foyer verlegt werden müssen: zur „Philharmonischen Alpengaudi“ spielte die Trachtenkapelle der Neuen Philharmonie Westfalen, bevor OB Frank Baranowski – im Anzug, nicht in der Krachledernen – das Theaterfest eröffnete.

Fiktive Telefonate

Im Großen Haus sorgt Joachim Maaß für Lacher mit „Knolls Katzen“, einer Aneinanderreihung von fiktiven Telefonaten, in denen es um die Versorgung von Pflanzen und Tieren geht, bevor der Opernchor ein Konzert gibt. In den Technik-Shows werden die Besucher in die technischen Spielereien Bühne und Licht betreffend eingeweiht.

Rätselknacker kommen beim Spielzeitparcours auf ihre Kosten: mit dem Programmheft in der Hand gilt es, die an insgesamt neun Stationen dargestellten Stücke anhand der drapierten Utensilien herauszufinden. Der rote Teppich im Lichthof deutet vielleicht auf den fünften Teil der Konzertreihe „MiR Goes Film“ hin. Die drei Sektgläser, der Fernseher, die Reisigbesen, vor allem aber das Porträt von Jack Nicholson im Keller lassen vermuten, dass hier das Musical „Die Hexen von Eastwick“ gezeigt wird.

Kinder wie etwa Dimitri kommen beim Instrumenten-Basteln auf ihre Kosten. Eine Trompete und eine Gitarre sollen es für ihn sein. Geige und Klavier hat er schon.

Tobias Mühlenschulte

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Kommentare
12.09.2011
02:33
Blockierter Kommentar.
von blaueroserotweiss | #1

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