Telefonaktion zum Thema Diabetes in der WAZ-Redaktion

Prof. Dr. Claus Doberauer gehört regelmäßig zu den Referenten der WAZ-Medizinforen.
Prof. Dr. Claus Doberauer gehört regelmäßig zu den Referenten der WAZ-Medizinforen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bei 7,2 Mio. Deutschen wurde im vergangenen Jahr eine Diabeteserkrankung diagnostiziert. Prof. Dr. Claus Doberauer und Dr. Gerasimos Anastassiou stehen Anrufern am Donnerstag, 14. November, Rede und Antwort . Von 11.30 Uhr bis 13 Uhr sitzen sie in der Redaktion am WAZ-Telefon.

Gelsenkirchen.. Diabetes ist längst keine Erkrankung mehr, die nur einige wenige Menschen trifft. Bei 7,2 Mio. Deutschen war im vergangenen Jahr eine Diabeteserkrankung diagnostiziert worden, bei weiteren 2,7 Prozent rechnen Forscher mit einem unerkannten Diabetes – Tendenz stark steigend. Und der „Zucker“, wie er volkstümlich genannt wird, beeinträchtigt den ganzen Körper und kann zu vielen Folgeerkrankungen führen.

In Gelsenkirchen gibt es zu dieser Blutstoffwechselerkrankung viel ärztlichen Sachverstand. Zum Welt-Diabetestag am Donnerstag, 14. November, möchten wir die WAZ-Leser daher einladen, sich im Rahmen einer Telefonaktion genauer zu informieren. Der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin an den Evangelischen Kliniken an der Munkelstr., Prof. Claus Doberauer, und der auf diabetesbedingte Augenschäden spezialisierte Augenarzt Dr. Gerasimos Anastassiou werden zwischen 11.30 und 13 Uhr am WAZ-Telefon Fragen zum Thema beantworten.

Auch Medikamenten-Aufklärung

Der Internist und Diabetologe Prof. Doberauer steht für alle Fragen rund um Diabetes zur Verfügung: Warum es immer häufiger zu Störungen des Blutzuckerstoffwechsels kommt, auch bei jüngeren Menschen, warum dennoch weniger Menschen daran sterben müssen, welche schweren Folgeerkrankungen Diabetes auslösen kann, welche Medikamente es gibt und wie sie optimal eingesetzt werden können: All das ist sein Thema.

Er kann auch über das erst in diesem Jahr zugelassene Medikament Forxiga aufklären, eine Substanz, die zu einer verstärkten Ausscheidung von Glukose über den Urin führt, und über die Gefahren, die von falscher Medikamentenkombination ausgehen. In Prof. Doberauers Klinik gibt es auch eine Ambulanz für den diabetischen Fuß, zudem ist die Klinik berechtigt, Ärzte im Zusatzbereich Diabetologie auszubilden.

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Früherkennung gegen Augenerkrankungen

Dr. Anastassiou ist in der Initiativgruppe Früherkennung diabetische Augenerkrankungen sowie der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Auge aktiv. Augenschäden fürchten laut Umfragen an Diabetes erkrankte Menschen am meisten. Dabei gibt es viele neue Möglichkeit bei Diagnose und Therapie diabetischer Augenerkrankungen. Die häufigste Folge von Diabetes am Auge ist eine Schädigung der Gefäßwände im Auge, die zu einer Schwellung der Netzhaut führen können.

Sehverlust droht, wenn Durchblutungsstörungen und Gefäßverschlüsse zu Netzhautschädigungen führen, vor allem an der Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhaut, der Makula. Die Schwellung der Makula ist die häufigste Ursache einer diabetesbedingten schweren Sehminderung. Früherkennung ist durch regelmäßige Kontrollen des Augenhintergrunds mit Erweiterung der Pupillen möglich. In der Behandlung von Makula-Ödemen (Schwellungen) und auch in der Diagnostik hat es deutliche Fortschritte gegeben.

Welche Möglichkeiten es gibt, wie sie angewendet werden mit welchen Erfolgsaussichten – darüber informiert Dr. Anastassiou WAZ-Leser auf Wunsch.