Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 26°C
Graffiti

Stromkästen als Kunstobjekte

28.09.2012 | 17:52 Uhr
Stromkästen als Kunstobjekte
Stromkästen werden in immer mehr Städten zu beliebten Kunstobjekten. Bald auch in Gelsenkirchen.Foto: Kleinrensing

Gelsenkirchen.  Am Wettbewerb „GE-City bunter machen“ können sich alle kleinen und großen Künstler beteiligen. Einsendungen von Entwürfen sind bis zum 15. Oktober möglich.

Strom- und Trafokästen sind zwar unentbehrlich, aber sie müssen nicht hässlich sein. Mit Farbklecksen und anderen misslungenen Schriftfragmenten haben offensichtlich gelangweilte Zeitgenossen ihre schmierige Handschrift hinterlassen. Jetzt sollen anspruchsvolle Graffitis die blechernen Kästen in Kunstobjekte verwandeln. Die City Initiative Gelsenkirchen und das Jugend-Kultur-Zentrum Spunk rufen Künstler auf, Entwürfe zu entwickeln und sich am Wettbewerb zu beteiligen. Gesucht werden kreative Künstler, die unter dem Motto „GE-City bunter machen“ zur Sprühdose greifen und überlegen, welche Motive am besten ins Stadtbild passen. Jan Dworatzek, Koordinator der streetart-Initiative, setzt auf die Fantasie der Teilnehmer: „Es müssen nicht ausschließlich architektonisch bedeutende Motive aus der Stadt sein. Der Künstler soll mit seiner Gestaltung zum Ausdruck bringen, was er mit der Stadt verbindet. „Jugendliche fühlen sich oft vernachlässigt in der Stadt, halten sie für nicht attraktiv“, glaubt Spunk-Vorsitzender Sebastian Kolkau: „Wir wollen gerade die junge Kultur fördern und einen Imagewechsel in der Graffiti-Szene anstreben. Jetzt können die Künstler zeigen, dass sie interessiert sind an einer Aufwertung der Innenstadt.“

City-Managerin Angela Bartelt hat sich in der Innenstadt umgesehen und 14 Stromkästen ausgesucht, die gestaltet werden sollen: „Es war nicht einfach, die Erlaubnis von den verschiedenen Eigentümern zu bekommen. Aber es hat nach einigen Telefonaten und zahlreichem E-Mail-Verkehr doch geklappt.“ Ob an der Bahnhof-, Armin-, Klosterstraße, am Preute- oder Bahnhofsvorplatz, die unansehnlichen Kästen sollen möglichst schnell zu farblich und gestalterisch eindrucksvollen Hinguckern werden.

Anmeldung bis zum 15. Oktober

Bis zum 15. Oktober können Künstler mehrere Skizzen mit ihren Motiven an die City Initiative Gelsenkirchen, 45879 GE, Bahnhofstraße 21, schicken oder per E-Mail an a.bartelt@gelsenkirchen-city.de senden. Am 18. Oktober werden die Entwürfe um 17 Uhr im Spunk, Festweg 21, präsentiert. Da die Kästen in der Größe variieren, macht es Sinn, sich die Ausmaße auf der Internetseite www.spunk-ge.de oder über www.facebook.de/gelsenkirchencity anzusehen. Kosten entstehen den Künstlern nicht. Die Spraydosen stellt das Jugend-Kultur-Zentrum Spunk. Und für den Arbeitsaufwand zahlt die City-Initiative sogar ein kleines Anerkennungshonorar.

Klaus Johann

Facebook
Kommentare
30.09.2012
12:30
Kunst als Mittel der Befreiung
von somjotien | #2

Wird mit der Befreiung der Stromkästen vom Alltags-Grau, die Pothoffsche Philosophie des "Strömenden Seienden" untermalt.

29.09.2012
18:59
Stromkästen als Kunstobjekte
von Animken | #1

http://www.nabu-muenster.de/freiwilliges-ökologisches-jahr-bundes-freiwilligendienst/bei-der-arbeit/aus-grau-wird-bunt/

http://www.muenster.de/stadt/entente-florale/aktionen_galerie_19.html

Weitere Nachrichten aus dem Ressort
Fotos und Videos
Helene Fischer im Revier
Bildgalerie
Sommerevent
Hefezopfwettbacken
Video
Handwerk
Großes Familienfest
Bildgalerie
Kindergärten
Erst grillen, dann tauchen
Bildgalerie
Westfälische Hochschule
Aus dem Ressort
Leandro aus Gelsenkirchen tanzt bei TV-Show "Got to dance"
TV-Show
Mittlerweile ist er schon fast ein Profi in Sachen TV-Auftritt: Leandro (9) aus Gelsenkirchen ist ab Donnerstagabend bei der neuen Fernsehsendung „Got to dance" auf ProSieben und Sat.1 zu sehen. 2012 bekam der kleine Hip-Hop-Tänzer drei Mal ein „Ja“ von der Jury in der RTL-Show „Das Supertalent“.
Bismarck - Eine geliebte Wahlheimat – mit Brüchen
WAZ-Serie
Bismarck ist für Leserbeirätin Brigitta Blömeke die Wahlheimat im wahrsten Sinne des Wortes. 1999 zog sie mit ihrem Mann hierhin. „Der Stadtteil hat Brüche, ist nicht glatt. Hier liegt man nicht samstags auf dem Bauch und schneidet die Rasenkante mit der Nagelschere. Das mag ich.“