Striktes Nein zum Knast im Volkshaus

In die 50-jährige Geschichte fallen einschneidende Ereignisse, die Werner Backhaus beim Zusammentragen der Chronik zum Jubiläum schlagwortartig zusammengetragen hat. Relativ überraschend erwischte beispielsweise Ende März 1966 alle die Nachricht vom Aus für die Zeche Dahlbusch. Vorstands-Beisitzer Hermann Staudinger (71) meint: „Vorher war das Thema Schließung eher ein Geplänkel, dann wurde es ganz schnell ernst.“ Ein Jahr später hat der Bürgerverein „die Umwandlung des Volkshauses in ein Gefängnis strikt abgelehnt“. Ein Thema anno 1971 lässt Backhaus und die Vorstandsrunde schmunzeln. Da habe sich nämlich der damalige Vorstand mit dem Bau eines Eros-Centers beschäftigt – was schon in der Chronik 40 Jahre Bürgerverein Rotthausen festgehalten ist. Und noch ein Vorgang treibt ein Lächeln in die Mundwinkel der heutigen Protagonisten: Als 1975 mit der kommunalen Neuordnung in Gelsenkirchen die Bezirksvertretungen eingerichtet bzw. gewählt wurden, stellte man sich im Bürgerverein Rotthausen die Frage nach dem eigenen Fortbestand ...

Im Februar 1988 bezog der Bürgerverein an der Karl-Meyer-Straße 30 die erste Geschäftsstelle. Vorbei die Zeit der Tingelei durch die Gaststätten im Stadtteil, was, so Georg Gerecht, einen gewissen Charme hatte. Heute residiert der „BV“ im Osten der Straße im Haus Nr. 47.