Stoppok rockte die Kaue

Donnerstag, 10.04.2014, Goch-Kessel, Auftritt von Stoppok in der Viller Mühle. Foto: Christoph Karl Banski / WAZ FotoPool
Donnerstag, 10.04.2014, Goch-Kessel, Auftritt von Stoppok in der Viller Mühle. Foto: Christoph Karl Banski / WAZ FotoPool
Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
Trotz „Solo“-Tour war der Musiker nicht allein auf der Bühne. Tosender Beifall nach mehr als zwei Stunden.

Gelsenkirchen.. Gut gelaunt, mit Hemd, oranger Hose und einer Brille, dessen Gläser in der selben Farbe getönt waren, betrat Musiker Stefan Stoppok am Samstag die Bühne der Kaue in der Wilheminenstraße. „Gehts euch gut?“, waren seine ersten Worte, nachdem er mit Beifall und Jubelpfiffen begrüßt wurde. Neben seinem Hocker waren fünf Akustikgitarren aufgereiht, die er im Laufe des Abends immer wieder zum Spielen wechselte. Schon am Vorabend hatte der Hamburger, der in Essen aufwuchs, ein Konzert seiner „Stoppok Solo“-Tour in der Kaue gegeben.

Ausverkaufte Konzerthalle

An beiden Tagen waren die Sitzplätze der Konzerthalle ausverkauft. Nach einigen Witzen und dem ersten Song „Hölle“ holte er seinen Kollegen „Sebel“ auf die Bühne. „Damit ich nicht alleine bin“, war Stoppoks Kommentar dazu. „Sebel“ begleitete die Lieder im Wechsel mit Trommel und Keyboard. Besonders gut kam ein Solo auf der Mundharmonika im Song „Lacompostella“ an.

Bei Stoppoks Folk- und Rocksongs wie „Tanz“ und „Alles klar“ wurde mitgesungen, mitgeklatscht und teilweise auch getanzt. Die Lieder, die er nach eigener Aussage zu einem „bunten Blumenstrauß aus fröhlichen Melodien“ zusammengestellt hatte, waren mal schnell, dann wieder etwas langsamer. Manche Songs enthielten zudem Blues-Elemente. Die deutschen, teils satirischen Texte greifen Alltagsthemen auf, machen nachdenklich.

Von heimlichen Filmern hält Stoppok nichts

Stoppok forderte seine Zuhörer auf, nicht zu filmen. „Youtube ist voll mit so ‘nem Zeugs. Lasst uns lieber den Abend unter uns genießen.“ Und fügte dann scherzhaft hinzu: „Wenn euer Nachbar filmt, nehmt ihm das Handy weg und tretet drauf.“ Die lange Pause entschuldigte er ebenso gekonnt ulkig: „Bei uns gab´s heute Spargel. Ihr wisst ja, was das heißt“.

Eine Zugabe reichte nach dem zweieinhalbstündigen Konzert nicht aus. Ein zweites Mal musste der Musiker auf die Bühne steigen. Dafür wurde er am Ende mit tosendem Beifall verabschiedet.