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Stimmung im Winterdorf

30.12.2012 | 16:14 Uhr
Stimmung im Winterdorf
Viele Biathlon-Besucher kamen mit lustigen Kopfbedeckungen ins Winterdorf. Dieses Quartett aber hatte wohl den Vogel abgeschossen.Foto: Bernd Lauter

Gelsenkirchen. Lange bevor das sportliche Treiben in und um die Veltins-Arena auch nur ansatzweise beginnt, ist schon richtig Stimmung im Winterdorf. Bis zur Après-Ski-Party sind es noch rund sieben Stunden, aber aus den Boxen dröhnen schon die üblichen Feten-Schlager, versetzt mit den anheizenden Durchsagen des DJ-Duos: „Und jetzt alle: Ich bin solo!“, trällern sie Mickie Krause nach. Vom blauen Himmel schickt die Sonne ein paar warme Strahlen. Einzig der Schnee, der echte, der fehlt für die durch und durch perfekte Winterdorf-Atmosphäre.

Auf geht’s, „durch das Gedränge, der Menschenmenge“ – die Toten Hosen liefern den Soundtrack für das schon in den frühen Mittagsstunden unvermeidliche Schneckentempo auf Parkplatz P1, den die Verantwortlichen für den Rheinpower Biathlon WTC 2012 in das Winterdorf verwandelt haben. Verschiedene Gruppen haben sich mit einheitlichen Kopfbedeckungen ausgestattet. Wohl, um sich später – wenn es noch voller wird, im Gewühl wiederzufinden. Während eine Truppe sich mit Hüten aus orangefarbenem Fellimitat versucht, abzugrenzen, setzen Klaus (43) und seine Warsteiner Gefolgschaft auf weiße und pinke Plastikzylinder. „Und dann die Hände zum Himmel“, singen sie aus voller Kehle mit. Beim letzten Mal sei die Stimmung beim Biathlon so gut gewesen, sagen sie, dass sie unbedingt wiederkommen mussten.

Natürlich locken nicht nur Bier und Glühwein die Massen ins Winterdorf. Verschiedene Angebote versüßen den kleinen und großen Besuchern die Wartezeit auf das sportliche Großereignis. Da ist zum Beispiel der Schießstand, an dem die Besucher den Wintersportlern im Geiste ein Stück näherkommen können. Mit einem Lasergewehr schießen sie auf die weiße Scheibe mit den fünf Punkten. Gar nicht so einfach.

Und auch sonst ist Ausprobieren angesagt: Eisstockschießen, Ski- und Snowboard-Simulator, Biathlon-Torwand, Rentier-Rodeo. Wer sich das Treiben von oben begucken möchte, kann in die Aussichtsgondel steigen. Wer etwas zu sagen hat, macht das in der Böklunder-Fanbox. „Schade, dass Ole-Einar Björndalen nicht hier ist“, trauert ein Fan auf der Leinwand. Der Rest scheint nur einen Namen zu kennen: Magdalena Neuner. Sie ist in aller Munde.

In der Party-Zone herrscht der größte Andrang. Kreative Durstige haben eine Tanne mit Plastikbechern „geschmückt“. Und endlich – wenn auch nur im Mini-Format – ist auch die erste Kuhglocke zu hören, die bei Wintersport-Veranstaltungen üblich ist. Die Party kann endgültig beginnen. Auch ohne (echten) Schnee.

Finale Party um 20.30 Uhr

Um 11 Uhr wurde das Winterdorf geöffnet, um 14 Uhr die Veltins-Arena. Das Programm im Innenraum des Stadions startete um 14.30 Uhr. Die eigentliche Biathlon-Veranstaltung fing erst um 17.30 Uhr an, das Abschiedsrennen für Magdalena Neuner um 18.30 Uhr. In der Arena und entlang der Loipe im Außenbereich jubelten die Zuschauer den Sportlern zu und feuerten sie kräftig an.

Im Rahmenprogramm sorgten auch Olaf Henning, Anna-Maria Zimmermann und Tim Toupet für Stimmung. Die finale Après-Ski-Party im Winterdorf wurde dann um 20.30 Uhr eingeläutet. Bis 23 Uhr konnten die Wintersportbegeisterten zu Party-Schlagern feiern. Zum Schluss gab’s dann ein Feuerwerk.

Tobias Mühlenschulte

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