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Stahlbauer zog es zur Expansion nach Gelsenkirchen

03.02.2016 | 17:23 Uhr
Stahlbauer zog es zur Expansion nach Gelsenkirchen
Rüttelsortiermaschinen liefert Frank Petzold an internationale Kundschaft. In Schalke werden sie seit Anfang des Monats produziert.Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen.  FP Stahlbau zog von Bochum zur Lockhofstraße. Am neuen Firmensitz arbeiten 18 Beschäftigte. Der Geschäftsführer ist sicher: „Hier passt alles“

In Bochum waren für Frank Petzold die geschäftlichen Möglichkeiten ausgereizt: Der Betrieb wuchs, das „Volumen ist nach oben gegangen. Deshalb haben wir ein größeres Objekt gesucht.“ Gut ein halbes Jahr dauerte die Orientierungsphase, dann wurde Petzold in Schalke fündig.

An der Lockhofstraße 3 hat seit 1. Februar die FP Stahlbau GmbH ihren Firmensitz – und noch reichlich Expansionsfläche. Die Produktionshalle ist gut 2800 Quadratmeter groß, rund 1700 Quadratmeter Hoffläche kommen hinzu. „Das wird funktionieren“, ist Petzold sicher. „Hier passt alles. Wir wollen versuchen, hier unser Glück zu finden.“

Büros und Sanitärtrakt in Eigenregie saniert

Gäste, Geschäftspartner und Vertreter der Wirtschaftsförderung samt Stadtrat Dr. Christopher Schmitt kamen Mittwoch zur offiziellen Eröffnung des neuen Standorts. „Dass Sie erscheinen, ist top. Das gab es in Bochum nicht“, freut und wundert sich Petzold über so viel städtische Aufmerksamkeit. „Wir alle wissen, dass Gelsenkirchen kein Montanstandort mehr ist“, sagt Schmitt, doch der Bereich Stahl und Eisen spiele lokal immer noch eine „große Rolle mit insgesamt 8000 Beschäftigten“. 18 weitere sind mit Monatsbeginn dazu gekommen. Mehr könnten es werden. Petzold will auf Dauer expandieren.

Die FP Stahlbau GmbH ist spezialisiert auf Stahlbauten im gewerblichen Bereich und baut Schwingmaschinen, Förder- und Siebmaschinen, die im Bergbau, in Stahlwerken, aber auch in der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Drei Maschinen stehen in verschiedenen Baustadien bereits in der neuen Halle. FP Stahlbau ist mitten im laufenden Betrieb umgezogen – inklusive der Bauteile, die seit Montag in Schalke bereits endmontiert wurden. Eine Rüttelsortiermaschine wirft der Geschäftsführer beim kleinen Betriebsrundgang an – sozusagen als schwergewichtiges Demo-Objekt.

Fünf Mitarbeiter zum Start

Petzold, der gelernte Maschinenanlagenmonteur, hat sich 2006 selbstständig gemacht. Fünf Mitarbeiter hatte die Firma zum Start. Längst ist sie international im Geschäft, liefert ihre Anlagen bis Argentinien und Russland an Global Player wie ThyssenKrupp oder den Stuttgarter Dürr-Konzern. „Die Firma ist durchaus dynamisch unterwegs“, stellt Schmitt anerkennend fest und betont: „Wir freuen uns, dass sich ein Unternehmen mit weltweitem Vertriebsnetz aufgrund der guten Rahmenbedingungen für den Standort entschieden hat.“ Die Halle, bis zur Insolvenz von der Hese Maschinenfabrik genutzt, war direkt bezugsbereit. Nur die Büros, Aufenthalts- und Sanitärräume hat Petzold „in den letzten zwei Monaten mit eigenen Kräften saniert“.

Jörn Stender

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2016-02-03 17:23
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