Städte wollen gemeinsam auftreten

Aus Sicht von Gelsenkirchens Sozialdezernentin war es ein „sehr zielorientiertes und erfolgreiches Gespräch“. Der Einladung der Stadt Gelsenkirchen, gemeinsam den „Gelsenkirchener Appell“ voranzubringen, folgten am Freitag die Städte Offenbach, Halle an der Saale und Frankfurt/Oder, die ebenfalls stark mit den Problemen der Langzeitarbeitslosigkeit konfrontiert sind. Weitere Städte hätten ihre Beteiligung zugesagt, hieß es aus dem Hans-Sachs-Haus, sie hätten aber diesen Termin nicht wahrnehmen können.

Einig waren sich die Vertreter der Kommunen offenbar darin, dass der vorhandene Instrumentenkatalog bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit nicht ausreiche. Daher wollen sie nun gemeinsam aktiv werden und eigene Vorschläge für einen sozialen Arbeitsmarkt erarbeiten, um den Menschen zu helfen, die aus eigener Kraft langfristig keine Chance auf einen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt haben. Dabei sollen die Programme auch die Wohn- und Lebensverhältnisse in den betroffenen Kommunen verbessern. Das Programm soll die Menschen durch langfristige Teilhabe am Arbeitsmarkt auf eine andauernde Beschäftigung vorbereiten.

Unter dem Namen „Gelsenkirchener Appell“ wollen die beteiligten Städte gemeinsam auf Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zugehen und ihre Ideen und Vorschläge für das von der Ministerin angekündigte Programm „Chancen eröffnen – soziale Teilhabe sichern“ erarbeiten. Dabei komme es den Städten darauf an, schon im Entstehungsprozess aktiv mitzuwirken. Ein entsprechendes Vorgehen sei vereinbart worden.