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Stadtteile feiern um die Wette

31.08.2008 | 18:25 Uhr

Bei strahlendem Sonnenschein zogen die Bürgerplatzparty in Bismarck und die Rotthauser Woche die Besucher an.Bunte Bühnenprogramme und kulinarische Rundumversorgung garantierten gute Laune bei Jung und Alt

Schon von Weitem hört man Rainer Migenda singen und auf seiner Gitarre spielen: "God bless you please, Mrs. Robinson". Der Anlass seiner Bühnenshow ist keine Reifeprüfung, sondern die dreizehnte Bürgerplatzparty am Trinenkamp, organisiert von fast 40 Organisationen und Vereinen aus den Stadtteilen Bismarck und Schalke-Nord.

Ralf van Oepen, Vorsitzender des ausrichtenden Forum 2000, kündigt die "weltberühmte und weltbeste Einrad-Show" an. Vor und auf der Bühne zeigen 13 Jungen und Mädchen vom TVE Bismarck, was man mit einem "halben Fahrrad" so alles anstellen kann. Das Publikum staunt.

Beim Rundgang über den Platz kann man beim Initiativkreis Bergwerk Consol geweihte Kohle kaufen, die Mobile Jugendarbeit presst bunte Buttons, am Stand der Grünen gibt es Gurken und Möhren, am Schießstand des BSV Bismarck-Ost gewinnt die kleine Celine einen Plüsch-Pinguin, und und und.

"It never rains in California", singt Rainer Migenda. Und Gelsenkirchen steht Kalifornien an diesem Wochenende wettermäßig in nichts nach.

Der große Renner bei der Rotthauser Woche auf der Karl-Meyer-Straße ist am Samstag die Playback-Show für Kinder. Fast ausnahmslos Mädchen reißen sich um das Mikrofon und die angesagtesten Hits. Wunsch-Songs wie "Beweg' deinen Arsch" und "Du hast den geilsten Arsch der Welt" findet DJ Thomas noch in seinem Archiv. Bei Sidos "Carmen" muss er allerdings passen.

Wie die Bürgerplatzparty in Bismarck präsentiert sich die RoWo mit ihrem dreitägigen Programm ansonsten auch sehr kinderfreundlich. Am Glücksrad gibt es Poke?mon-Karten zu gewinnen, auf dem Kinderflohmarkt wechselt Spielzeug seinen Besitzer, auf drei Pony-Rücken lockt das Glück dieser Erde, und mit der Videospiel-Konsole können die Kleinen virtuell auf Scheiben schießen.

Gertrud und Josef Gierens fühlen sich wohl in ihrem Stadtteil. "Starnberg am See ist auch sehr schön, aber Rotthausen kommt direkt danach", schmunzeln sie und schlendern zum Waffelstand.

Die abendliche "Megaparty" findet allerdings ohne das Rentnerpaar statt.

Von Tobias Mühlenschulte

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