Stadt: Gelsenkirchener Bolzplätze sorgen für keinen Ärger

Mit Hilfe der Aktion „Platz da“ der Vereinigung Golf spielender Fußball (Gofus) wurde der Bolzplatz am Thomas-Morus-Weg in Ückendorf saniert. Stadtweit gibt 94 Patenschaftenfür solche Anlagen, auch bekannte Profis sind Paten.
Mit Hilfe der Aktion „Platz da“ der Vereinigung Golf spielender Fußball (Gofus) wurde der Bolzplatz am Thomas-Morus-Weg in Ückendorf saniert. Stadtweit gibt 94 Patenschaftenfür solche Anlagen, auch bekannte Profis sind Paten.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Laut Stadt gibt es in Gelsenkirchen keine Klagen über Lärm auf den Spielflächen. Beschwerden habe es früher gegeben. Die Probleme seien behoben.

Gelsenkirchen.. Hat Gelsenkirchen Probleme mit Bolzplätzen und dem Lärm etwa durch kreischende und johlende Kinder? „Nein, alles ruhig. Es gibt keine Beschwerden oder Klagen“, sagt die Verwaltung über ihren Sprecher Martin Schulmann, der sich mit Gelsensport und dem Jugendamt als Betreiber in Verbindung gesetzt hat. Wenn überhaupt, dann seien die Probleme in der Vergangenheit aufgetreten und mittlerweile behoben worden. Grundsätzlich, so Schulmann weiter, „ist der Spielbetrieb auf einem Bolzplatz ganz selten der Auslöser für Klagen, sondern vielmehr die nicht ordnungsgemäße Nutzung“ – also durch Randalierer, Süchtige, die dort Alkohol und Drogen konsumierten, Obdachlose und so fort.

Im Vorjahr gab es von einem Anwohner eine Klagedrohung gegen den Bolzplatz Rosenstraße in Beckhausen. Sie ist aber nie bei Gericht eingereicht worden ist. Bälle, die krachend auf Gitter geschossen wurden, hatten für den Verdruss gesorgt. An dem Bolzplatz wurde darauf das Spielfeld geteilt und der Zaun verändert. Seitdem ist Ruhe, gibt es keine Beschwerden mehr.

Patenschaften für Spielflächen übernehmen Beschwerden in der Vergangenheit

Ähnlich war die Ausgangslage an der Grundschule Leipziger Straße in Schalke mit dem DFB-Mini-Spielfeld. Hier wurde durch eine abschließbare Toranlage die anderweitige Nutzung vor allem durch Jugendliche in den Abendstunden unterbunden. Und vor der Errichtung der Ever-Play-Anlage in Erle hinter dem Forsthaus „ist es vor gut einem Dutzend Jahren ebenfalls mal zu Beschwerden gekommen“, sagte Schulmann. Besorgte Anwohner setzten seinerzeit durch, dass die Anlage näher zur Straße statt zur Wohnbebauung ihren Platz fand. Das war’s auch schon laut Stadt.

Gelsenkirchen sticht im Übrigen beim Thema Bolzplätze durch etliche Patenschaften heraus. Es gibt hier 94 Patenschaften für derartige Anlagen, darunter einige Ehrenpatenschaften bekannter Fußballer: Olaf Thon, Peter Neururer, Erwin Kremers. Der frühere Bolzplatz Wallheckenweg in Hassel ist zum Beispiel nach Rolf Rüssmann benannt worden. Eine Gedenktafel weist darauf hin.

In Gelsenkirchen unterhält die Stadt 178 öffentliche Kinderspiel-, Bolzplätze und Skateanlagen. Von den 41 Bolzplätzen befinden sich je elf in den Bezirken Mitte und Nord, sieben in Süd, drei in West sowie neun in Ost. Für die Spielflächen gibt es 71 Paten. Weitere sind willkommen. Die Spielplatzpaten sollte einen örtlichen Bezug zur Anlage sowie ein wachsames Auge darauf haben und Probleme melden (siehe Info-Kasten). Eine solche Patenschaft trägt wesentlich dazu bei, die Spielbedingungen vor Ort und das Umfeld zu verbessern.