Stadt Gelsenkirchen beseitigt Schandfleck

Das Gelände einer ehemaligen Tankstelle an der Ecke Weberstraße/Ringstraße wird als Parkraum bewirtschaft. Der Beerich, der auf dem Fotos gezeigt wird, gehört nicht dazu. Er ist im Besitz einer Erbengemeinschaft, die das Garagenhofgelände gerne verkaufen möchte.
Das Gelände einer ehemaligen Tankstelle an der Ecke Weberstraße/Ringstraße wird als Parkraum bewirtschaft. Der Beerich, der auf dem Fotos gezeigt wird, gehört nicht dazu. Er ist im Besitz einer Erbengemeinschaft, die das Garagenhofgelände gerne verkaufen möchte.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Seit langem ist der Platz an der Ecke Ringstraße/Weberstraße ein Schandfleck. Müll liegt herum, ein abgemeldetes Auto steht nahe der Platzzufahrt. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Die Stadt will den Platz als Parkraum bewirtschaften. Ab März ist das wilde Parken vorbei.

Gelsenkirchen.. Seit langem ist der Platz an der Ecke Ringstraße/Weberstraße ein Schandfleck. Müll, Dreck, kaputtes Glas und ausrangierte Weihnachtsbäume liegen herum, ein abgemeldetes Auto steht nahe der Platzzufahrt. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Die Stadt will den Platz als Parkraum bewirtschaften.

Parkautomaten aufstellen

Auf dem City-Areal war früher eine Tankstelle, später ein Gebrauchtwagenhändler angesiedelt. Der an die Ringstraße angrenzende Teilbereich gehört der Stadt, ist aber keine öffentliche, sondern eine private Fläche. Eigentlich dürften hier keine Fahrzeuge parken, was aber geflissentlich ignoriert wird. In der Vergangenheit hat die Stadt mehrfach abgemeldete Fahrzeuge abschleppen lassen und den Müll entsorgt. Ohne Erfolg. „Die Vermüllung ärgert uns; deshalb versuchen wir das Problem durch die Parkraumbewirtschaftung in den Griff zu bekommen“, sagt Stadtsprecher Oliver Schäfer.

Der hintere, an das Tankstellengebäude angrenzende Bereich gehört drei verschiedenen Eigentümern einer Erbengemeinschaft. Er wird zukünftig von der Stadt mitbewirtschaftet. Die Verkehrsgesellschaft Gelsenkirchen übernimmt die Reinigung und Haftung für das Areal und stellt Parkautomaten auf. „Es ist nicht hundertprozentig zufriedenstellend, trotzdem haben wir eine optische Lösung gefunden“, so Schäfer.

Für die Stadt ist es allerdings auch nur eine Zwischenlösung. Auf Dauer soll der bewirtschaftete Parkraum in die Gestaltung eines neuen Kreuzungsbereiches einfließen. Das wurde bereits in dem „Leitplan City 2003“ als Zielsetzung festgeschrieben. Deshalb hat die Stadt vor Jahren die an die Ringstraße angrenzenden Fläche gekauft. Vorplanungen und Verkehrsuntersuchungen liegen bereits vor. Die Baumaßnahme soll zugleich der Impuls für die Erneuerung von Ring- und Weberstraße und den Stadtumbau West sein.

Erbengemeinschaft sucht Käufer

In diesem Zusammenhang könnte es eine Perspektive für den Garagenhof hinter dem früheren Tankstellengebäude geben. Dort befinden sich 37, vermutlich leerstehende Garagen. Zum Teil sind Garagendächer eingestürzt. Die Stadt hat den Bereich mit Bauzäunen abgesperrt. Da von der Örtlichkeit keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht, kann sie nicht mehr machen.

Die Erbengemeinschaft hat der Stadt das Gelände zum Verkauf angeboten. Die hat jedoch abgelehnt. Investoren sind also willkommen. Der Boden des Garagenhofes ist zwar belastet, eine Auskofferung des Geländes für eine potenzielle Bebauung würde aber von der Firma Esso übernommen.