Spiel mit dem Feuer

Die Lage ist und bleibt äußerst brisant und riskant. Die Zukunft der Neuen Philharmonie Westfalen steht akut auf wackeligen finanziellen Füßen. Wer das nicht wahr haben will, lebt im Wolkenkuckucksheim.


Würde Recklinghausen tatsächlich den Fusionsvertrag aufkündigen, wäre das das endgültige Aus des Landesorchesters. Ein herber Verlust nicht zuletzt für die Ruhrfestspielstadt, wo der Klangkörper seinen Sitz hat, Identifikation bietet, wo er die Sinfoniekonzertreihe spielt und dazu unzählige Kammerkonzerte. Kann man auch billiger einkaufen? Klar, aber mit welchem Arbeitsplatz- und auch Qualitätsverlust? Gelsenkirchen und sein Musiktheater kämen nicht ohne Orchester aus, wenn auch mit einem erheblich verkleinerten. Damit Recklinghausen bei der Stange bleibt, muss die Finanzlast auf alle Schultern verteilt werden. So bitter das ist, auch auf die der Musiker. Eine Betonhaltung ist da sicherlich ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Denn es gilt: Die Zeit läuft ab!