Sozialpolitische Brisanz
20.02.2012 | 17:47 Uhr 2012-02-20T17:47:00+0100Gelsenkirchen. Wolfgang Heinberg (CDU) zur Arbeitslosensituation
CDU-Sozialpolitiker Wolfgang Heinberg, Mitglied im Verwaltungsausschuss der Gelsenkirchener Arbeitsagentur und in der IAG-Trägerversammlung, bezeichnet die Entwicklung am Gelsenkirchener Arbeitsmarkt als außerordentlich problematisch. Im Januar 2012 habe es insgesamt 18 096 Arbeitslose in der Stadt gegeben, so Heinberg. Allein die Zahl sei anhaltend hoch und von sozialpolitischer Brisanz.
„Wenn man aber den Blick vertieft, dann muss man feststellen: im Januar 2012 waren sechs von sieben Arbeitslosen in Gelsenkirchen im Hartz IV-Bezug.“ Die Entwicklung sei in dieser Größenordnung ein echtes GE-Problem. Der Sachverhalt stand nach Informationen Heinbergs in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses im Mittelpunkt der Diskussion über die aktuelle Arbeitsmarkt-Situation. Der CDU-Politiker sagt, die vorgelegten Zahlen würden eine deutliche Sprache sprechen. So habe man im Januar in Gelsenkirchen 15 415 Personen im SGB II-Leistungsbezug und 2681 Personen im klassischen Sinn als Arbeitslose mit Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung registriert.
Aus diesem Wissen müsse jetzt auch, wenn möglich, lokales politisches Handeln werden. Heinberg: „Für mich geht es zum Beispiel um den Kostendruck, den diese Entwicklung im Bereich Kosten der Unterkunft ausübt, es geht um Möglichkeiten und Unmöglichkeiten lokaler Wirtschaftsförderung, um dieser Entwicklung zu begegnen.“ Und es gehe um die fatale Entwicklung, dass Tausende außerhalb des sozialen Sicherungssystems der Arbeitslosenversicherung leben müssten.
11:22
http://www.ksta.de/html/artikel/1328701679793.shtml
Lesenswert und treffend!
#3. Herr Heinberg will in erster Linie sich selbst profilieren. Problemlösungen hat er keine. Damit steht er nicht allein.
09:35
Immer, wenn ich Äußerungen von Herrn Heinberg in diesem Medium lese, frage ich mich, was will der Mann eigentlich? Mir ist nicht klar, welche Konsequenzen er aus seinen Gedankengängen zieht. Wie sehen die/seine Problemlösungen aus?
07:52
"Teilzeitarbeit, Kurzarbeit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse halten die Arbeitssuchenden in einem ewigen Zyklus zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit gefangen. Von dieser diskriminierenden Form der Beschäftigung sind insbesondere Frauen, junge Arbeitssuchende, nicht qualifizierte und ältere Arbeitnehmer betroffen. Der Dokumentarfilm - heute bei arte - schildert die Lebensbedingungen dieser Arbeitnehmer zweiter Klasse, die von Unternehmensbossen, Gewerkschaftern und Jobmanagern im Stich gelassen werden, und schenkt zugleich Soziologen und Volkswirten Gehör. Sie zeigt Ursachen und Auswirkungen dieser Ausdünnung der Beschäftigung und legt die wirtschaftlichen Mechanismen bloß, die diese Entwicklung begünstigen. - Welchen Stellenwert hat die Arbeit für diese enorme Anzahl von Kurzzeitarbeitslosen? Inwieweit bedienen sie die Interessen der Arbeitgeber in der vom Finanzkapitalismus regierten Wirtschaft? Welche Rolle spielt der Staat bei diesem sozialen Ausverkauf? www.arte.tv
20:22
Warme Worte aus der Hartz IV-Befürworter Ecke, von denen die Betroffenen mal wieder gar nichts haben! Altbekannt und langweilig.
Lösungen sind nicht in Sicht. Das ganze System ist Murks und funktioniert eben nicht. Wann wird diese belegte Einsicht endlich ankommen?
Etwa nie? ...