Solidarität mit dem Landesorchester

Fast 5000 Unterschriften übergaben Heide Boyé und Werner Münchenberg Recklinghausens Bürgermeister Christoph Tesche (l.).
Fast 5000 Unterschriften übergaben Heide Boyé und Werner Münchenberg Recklinghausens Bürgermeister Christoph Tesche (l.).
Foto: MHBauer
Was wir bereits wissen
Fast 5000 Unterschriften übergaben Heide Boyé und Werner Münchenberg Recklinghausens Bürgermeister Christoph Tesche.

Gelsenkirchen.. Der Rat der Stadt Recklinghausen wird in seiner Sitzung am 22. Juni über das Schicksal der Neuen Philharmonie Westfalen entscheiden. Recklinghausen ist neben Gelsenkirchen und dem Kreis Unna Träger des Landesorchesters.

Weil in Zukunft höhere Zuschüsse aller Träger notwendig sind, werden die Ratsmitglieder nun entscheiden, ob Recklinghausen möglicherweise aus der Trägerschaft aussteigt. Die Kündigung müsste dann spätestens am 31. August erfolgen. Dagegen machen aber inzwischen Recklinghäuser Bürger mobil. Mit Hilfe des Städtischen Chores Recklinghausen sammelten kunstinteressierte Bürgerinnen und Bürger fast 5000 Unterschriften. Diese wurden in dieser Woche an den Bürgermeister Recklinghausens, Christoph Tesche (CDU), übergeben, der von dem hohen Maß an Solidarität fürs Orchesters durchaus beeindruckt war.

Neue Philharmonie wichtig für Region

In ihrem Schreiben betonen die Initiatoren der Unterschriftenaktion die Bedeutung der Neuen Philharmonie für die Region, aber auch für die Stadt Recklinghausen und fragen: „Was ist unserer Kulturstadt Recklinghausen ohne das Orchester noch wert?“ Ohne die Musiker, so prophezeien es die Bürger, wurde sich die Kulturszene negativ entwickeln.

Tesche mochte kein grünes Licht geben, dass der Erhalt des Orchesters gesichert sei, aber er räumte dennoch gute Chancen ein, dem Orchester zumindest für die „nächsten fünf bis sechs Jahre“ eine sichere Perspektive zu geben. Dafür aber müssten, wie in den letzten Wochen oft betont, alle Beteiligten mitziehen.

Tesche hat mit Gelsenkirchens OB Frank Baranowski und Landrat Michael Makiolla vom Kreis Unna ein Konzept erarbeitet, das er bei den Verhandlungen mit dem Deutschen Bühnenverein (Arbeitgeber) und der Deutschen Orchestervereinigung (Arbeitnehmer) präsentieren will. Die Verhandlungen sind für den 2. Juni angesetzt.

Angedacht ist unter anderem, dass die Musiker auf ihr 13. Monatsgehalt verzichten sollen.