So sieht keine gute Hundewiese aus

Auf Mängel am Hundeauslaufplatz im Bulmker Park weist Hundehalter Matthias Mühlberg (re.) hin. Er kommt täglich mit seinem Münsterländer Kimba auf die im letzten jahr angelegte Hundewiese. Links im Bild: die Hundebesitzer Rudi und Stefan mit Neufundländer Kurt und Husky Aary.
Auf Mängel am Hundeauslaufplatz im Bulmker Park weist Hundehalter Matthias Mühlberg (re.) hin. Er kommt täglich mit seinem Münsterländer Kimba auf die im letzten jahr angelegte Hundewiese. Links im Bild: die Hundebesitzer Rudi und Stefan mit Neufundländer Kurt und Husky Aary.
Foto: Funke Foto Services
Hundehalter reklamieren den Zustand der Hundewiese im Bulmker Park. Sie haben Verbesserungsvorschläge und hoffen, dass die Stadt und Gelsdienste ihr ehrenamtliches Engagement unterstützen.

Gelsenkirchen.. Die Hundesteuer spült der Stadt Gelsenkirchen jährlich 1,28 Millionen Euro in die Kasse. Die Steuermarke für Hundehaltung kostet jährlich 129 Euro. 8866 Gelsenkirchener besitzen einen Hund, 1422 Bürger halten zwei und 317 haben drei oder mehr Hunde.

Matthias Mühlberg (30) ist einer von ihnen. Er besucht regelmäßig die Hundewiese im Bulmker Park mit seinem Münsterländer Kimba. Außer ihm sind heute noch zwei Hundebesitzer – Stefan und Rudi – sowie der Husky Aary und der Neufundländer Kurt auf die Hundewiese gekommen. Zufällig, aber alle finden, dass sich der Zustand des eingezäunten Areals im Bulmker Park verbessern muss.

Ungestörtes Herumtoben

Knapp ein Jahr gibt es jetzt das Hundeauslaufgebiet. Es erlaubt den Vierbeinern ungestörtes Herumtoben mit Artgenossen, ohne dass der Hundehalter gegen rechtliche Regelungen verstößt. Die Idee ist gut sagen denn auch die Hundebesitzer. 15 bis 18 Gassigeher sind es schon mal in den Abendstunden. „Nach der Beseitigung der Sturmschäden auf der Hundewiese kommt die Wiese bei den Hundefreunden gut an“, berichtet Matthias Mühlberg.

Doch wie sieht eine gute, bedarfsgerechte Hundewiese aus? Jedenfalls nicht so, wie die im Bulmker Park. Tiefe Löcher überziehen das Gelände, statt Wiese gibt es nackten Boden, der grobmaschige Wildzaun ist an mehreren Stellen kaputt. „Von den Erdlöchern geht nicht nur für die Hunde eine Gefahr aus“, sagt Matthias Mühlberg. Wer in einem Loch hängenbleibe, riskiere einen Beinbruch. Deshalb würde er sich wünschen, dass eine Box mit Auffüllmaterial bereit gestellt würde. „So könnten wir auch ohne Gelsendienste das ein oder andere Loch selbst beseitigen.“

Zaun ist häufig kaputt

Auch dass der Zaun häufig kaputt ist und die Anlage kein Tor hat, ist ein Kritikpunkt der Hundebesitzer. Die nicht angeleinten Hunde rennen auf die Florastraße oder in den Park. Erst kürzlich, so Mühlberg, sei ein Hund angefahren worden. Nur wenige hundert Meter weiter ist der Bulmker Teich, Lebensraum für viele Wasservögel. Sie müssten vor jagenden Hunden geschützt werden.

Damit die Gassigeher die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner gleich entsorgen können, plädieren die Hundebesitzer für einen einen zweiten Mülleimer und einen Kotbeutelspender. „Wir wären bereit fünf oder zehn Cent pro Tüte zu bezahlen“, sagt Mühlberg. Diesen Vorschlag hat er der Stadt unterbreitet.

Spendenaktion anleiern

Wohlwissend, dass Stadt und Gelsendienste kein Geld für einen stabilen Zaun noch für ein Tor haben, möchte der Hundebesitzer eine Spendenaktion auf den Weg bringen. „Ist das möglich?“, diese Frage hat Matthias Mühlberg jetzt an Oberbürgermeister Frank Baranowski gestellt.

Matthias Mühlberg möchte einen Hundewiesen-Stammtisch für Hundebesitzerins Leben rufen. Die Treffen sollen jeden ersten Freitag im Monat sein auf der Hundewiese, jeweils von 17.30 bis 18.30 Uhr. Ziel ist, sich über Tipps und Verbesserungen auszutauschen.

Das erste Treffen ist für Freitag, 6. März, 17.30 Uhr, geplant.

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