Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 17°C
Rock im Revier

So reagiert Gelsenkirchen auf den Umzug von Rock im Revier

06.02.2016 | 06:00 Uhr
Fungierte im vergangenen Jahr noch als Zeltplatz und sollte diesmal eigentlich das Zentrum des Geschehens sein: die Trabrennbahn.Foto: Hans Blossey

Gelsenkirchen.  Wegzug von Rock im Revier nach Dortmund löst unterschiedliche Wut, Bedauern und Enttäuschung aus. War schleppender Vorverkauf wahrer Grund für Umzug?

Mit Wut, Bedauern und Enttäuschung reagieren Festivalfans, Stadt und Trabrennbahnbetreiber auf die Nachricht, dass Rock im Revier in diesem Jahr nicht wie angekündigt in Gelsenkirchen stattfinden wird.

Stattdessen zieht das Festival in die Dortmunder Westfalenhalle um. Das teilte der Konzertveranstalter Deag am Donnerstag mit – das Festival sei zu laut für Gelsenkirchen. Was bedeutet das für die Stadt und wie reagieren die Betroffenen auf den Umzug?

Viele vermuten schleppenden Vorverkauf als Grund für Umzug

Während Stadtsprecher Martin Schulmann den Wegzug „natürlich bedauert“, laufen auf der offiziellen Facebook-Seite von Rock im Revier die Kommentare über, ebenso die Emotionen: Hunderte Menschen kommentierten den Wegzug in den vergangenen 24 Stunden, dabei muss der Veranstalter viel Hohn und Spott einstecken. Die Organisation sei amateurhaft und unmöglich, steht dort beispielsweise geschrieben. Viele wollen ihre Tickets nun umtauschen. Außerdem glauben sie, dass der wahre Grund für den Umzug ein schleppender Kartenvorverkauf sei.

Rock im Revier
Rock im Revier zieht von Gelsenkirchen nach Dortmund

Nach nur einem Jahr in Gelsenkirchen zieht Rock im Revier weiter nach Dortmund. Der Grund für den Wechsel: Ein Rock-Festival muss nun mal laut sein.

„Ich finde den Umzug absolut enttäuschend“, sagt Trabrennbahn-Geschäftsführer Markus Seidl. Sein Gelsentrabpark sollte in diesem Jahr Veranstaltungsort sein. Einen Vertrag jedoch habe es noch nicht gegeben, erklärt Seidl der WAZ auf Anfrage. „Lediglich eine Absichtserklärung.“

50.000 Besucher in Gelsenkirchen, maximal 15.000 in Dortmund

„Ich fühle mich nun aber in meinem schlechten Gefühl bestätigt, das ich immer dann hatte, wenn wieder ein Termin von Herrn Handwerker verschoben wurde.“ Fred Handwerker ist neben der Deag auch Veranstalter des Festivals.

Auf Nachfragen der WAZ will Handwerker sich nicht äußern, verweist stattdessen auf die Deag. Doch auch deren Antworten sind nur spärlich. Man habe sich seit Beginn der Planungen mit der Lärmproblematik auseinander gesetzt. „Nach Gesprächen mit Experten ist deutlich geworden, dass die geplante Festivallautstärke nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz nicht für drei Tage garantiert werden kann. Dieses Risiko war uns zu hoch“, sagt Deag-Pressesprecherin Priska Jones.

Zum Vorverkauf „kann die Deag als börsennotiertes Unternehmen keine detaillierten Zahlenangaben veröffentlichen“. Fest steht aber: Auf die Trabrennbahn hätten 50.000 Besucher gepasst, in Dortmund sind es maximal 15.000.

Fans feiern bei Rock im Revier

 

Bands bei Rock im Revier

Artikel auf einer Seite lesen
  1. Seite 1: So reagiert Gelsenkirchen auf den Umzug von Rock im Revier
    Seite 2: Umzug ist kein Imageschaden für Gelsenkirchen - Kommentar von Anna Katharina Wrobel

1 | 2

Kommentare
Funktionen
Fotos und Videos
Geriatrie
Bildgalerie
Medizinforum
Open Air in Buer
Bildgalerie
Sommer
Cirque Bouffon feierte Premiere
Bildgalerie
Unterhaltung
article
11533568
So reagiert Gelsenkirchen auf den Umzug von Rock im Revier
So reagiert Gelsenkirchen auf den Umzug von Rock im Revier
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/so-reagiert-gelsenkirchen-auf-den-umzug-von-rock-im-revier-id11533568.html
2016-02-06 06:00
Gelsenkirchen