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Silvester ist in Gelsenkirchen Warten auf das Taxi angesagt

30.12.2015 | 17:54 Uhr
Silvester ist in Gelsenkirchen Warten auf das Taxi angesagt
An Neujahr ist die Taxi-Auslastung besonders hoch. Hier muss man in der Kernzeit teilweise ein bis zwei Stunden auf ein Fahrzeug warten.Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Viele Taxi-Betriebe in Gelsenkirchen nehmen keine Vorbestellungen an, um Ärger zu vermeiden. Wer Neujahr anruft, hängt auch mal in der Warteschleife.

Silvester ist der Weg nach Hause nicht immer einfach. Die meisten Menschen feiern bis (weit) nach Mitternacht, öffentliche Verkehrsmittel fahren oft nur begrenzt. Und das ein oder andere Gläschen Alkohol verbietet es strikt, sich selbst ans Steuer zu setzen. Wer also nicht das Glück hat, privat irgendwo mitfahren zu können und den mitunter weiten „Spaziergang“ scheut, dem bleibt wohl nur ein Miet-Chauffeur. Doch auch bei den meisten Taxiunternehmen gilt in dieser Nacht: „Wer zuerst kommt, malt zuerst“.

„Zwischen ein und vier Uhr ist die Kernzeit. Dann wollen die meisten Menschen nach Hause gebracht werden. Da kann es sein, dass man schnell mal in eine Telefonwarteschleife gerät“, so Harald Grossmann, Geschäftsführer von „Taxi Gelsen“. 70 Taxen vermittelt das Unternehmen derzeit. In der Zeit von 0 bis 0.15 Uhr nimmt das Taxiunternehmen gar keine Fahrten auf, wegen der Gefahr von Feuerwerkskörpern. Danach gibt das Taxiunternehmen sein Bestes und holt die Gäste möglichst nach der Reihenfolge der Anrufe ab. „Außer für Krankenhäuser nehmen wir vorab keine Vorbestellungen auf, weil wir aus Erfahrung gemerkt haben, dass das nur zu Chaos führt. Da die Taxen zu Einzelunternehmen gehören, haben wir ohnehin nicht die Macht, die Fahrzeuge vorab zu verplanen“, so Grossmann, der selbst seit 37 Jahren Taxi fährt. Bei „Taxi Chmielewski“ sieht es nicht anders aus. „An Silvester ist die Hölle los“, verrät ein Mitarbeiter, „die Auslastung ist so hoch, dass es dauert bis wir die Leute bedienen können. Wir nehmen keine Vorbestellungen an, da wir dadurch nur die Gäste mit Verspätungen verärgern würden.“

Geduld ist gefragt

Inge Kosmala, die seit 1992 als Funkerin bei „Taxi Nikolaus“ arbeitet erklärt: „Leider können wir nur von unseren Stammkunden, die bei uns das ganze Jahr Fahrten buchen, Vorbestellungen aufnehmen.“ In der Neujahrsnacht müsse man sich gedulden. „Auf unseren drei Apparaten klingelt an Silvester durchgehend das Telefon“, verrät die 62-Jährige. Es gäbe dann immer Menschen, die Verständnis zeigen würden, aber auch einige, die verärgert seien und dann nicht mehr ganz so freundliche Worte finden“, fügt sie hinzu.

Generell ist die Taxiauslastung dieses Jahr im Dezember, der normalerweise der Spitzenmonat ist, nicht sehr hoch. „Das Wetter ist einfach zu gut“, so Grossmann.

Wegen der hohen Auslastung der Taxiunternehmen müsse man in der Silvesternacht in der Hauptzeit mit Wartezeiten von bis zu ein, zwei Stunden rechnen. Geduld und Zeit sollten Feierfreudige, die auf ein Taxi angewiesen sind, mitbringen. Hier gilt der Tipp: Dann doch lieber noch eine Runde mehr Abzappeln, als sich die Laune direkt im neuen Jahr verderben zu lassen.

Maria Eckardt

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2015-12-30 17:54
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