Silenzio
07.03.2008 | 21:02 Uhr 2008-03-07T21:02:05+0100In der SPD läuft die Uhr für eine Kandidatur Heike Gebhards ab. Italienische CDU-Wurzeln
POLITFLÜSTERDie Uhr tickt: Sollte Heike Gebhard es sich doch noch anders überlegen und (vereinzelte) Signale zur Kandidatur um den SPD-Vorsitz folgen wollen, muss sie sich sputen: Die Vorstandssitzung in der kommenden Woche gilt parteiintern als Deadline, anschließend beginnen die Osterferien. Nach Einschätzung einiger Genossen ist die Zeit bereits in dieser Woche abgelaufen: Da trafen sich alle Vorsitzenden der SPD-Ortsvereine mit dem Parteivorstand - das wäre nach entsprechender interner Vorbereitung ein idealer Rahmen für eine Konsens-Kandidatur gewesen. So läuft wohl nun Ende April alles auf den Zweikampf von Parteichef Dietmar Dieckmann gegen Manfred Leichtweis hinaus. Ein Verzicht des Amtsinhabers zu Gunsten Gebhards hätte viele Genossen überrascht, so ist zu hören - gilt doch Dieckmanns früherer Ziehvater und Chef, Ex-MdL Hans Frey, als Intimfeind der Landtagsabgeordneten. Zurück zu den Ortsvereins-Fürsten: Auf dem Treffen soll es eine "engagierte" Diskussion über die Kandidatur gegeben haben - ohne dass das Pendel zu einer Seite ausgeschlagen hätte. Öffentlich haben sich bisher nur die Ortsvereine Erle-Süd und Resse entschieden - und sich hinter Leichtweis gestellt. Darüber hinaus hat der stets ambitionierte Ratsherr Hans-Werner Mach erklärt, als SPD-Vize kandidieren zu wollen - allerdings nur, wenn Leichtweis Parteichef wird. Dieser Einschränkung hätte es nach der Mach-Attacke auf Dieckmann ("Amoklauf") aber nicht erst bedurft. Übrigens: Auch die Öffentlichkeit kann sich bald ein Bild von Zielen der Kontrahenten machen: Die SPD Rotthausen hat angekündigt, beide zu einer Veranstaltung einladen zu wollen.
Er gilt als besonnener, ruhiger Politiker: Markus Karl, CDU-Ratsherr und Fraktionsgeschäftsführer. Ein Blick ins Internet legt jedoch den Schluss nahe, dass in dem Mann ein Vulkan brodeln könnte - hat er doch offenbar italienische Vorfahren. Lange Rede: Die Homepage der Stadttochter GEW führt das Aufsichtsratsmitglied als DiMarkus Karl. Irgendwie ungerecht ist dagegen, dass Christian Knippschild im Internet nirgendwo unter seinem neuen Spitznamen Gerhard Löwenthal geführt wird. Der Junge-Union-Chef hat jüngst mal wieder im Stile des ehemaligen Kommunisten-Fressers des ZDF gegen Aussagen der Jusos zur "Nachfolgepartei der SED" gewettert. Was würde wohl DiMarkus Karl dazu sagen? Vielleicht das: Silenzio! loc
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