Siebel verstärkt Kulturhauptstadtbüro
16.01.2009 | 20:35 Uhr 2009-01-16T20:35:50+0100Früherer Programmleiter des Revierparks soll auf Initiative von Manfred Beck zur Verwaltung wechseln
Der langjährige Revierpark-Programmleiter Hans-Joachim Siebel soll zur Stadt wechseln und möglichst ab Februar das Kulturhauptstadtbüro verstärken. Das bestätigte Kulturdezernent und Revierpark-Geschäftsführer Manfred Beck auf Anfrage.
Die Verwaltung sei schon vor längerer Zeit zu dem Schluss gekommen, dass das Kulturhauptstadtbüro mit nominell zwei Mitarbeiterinnen stark unterbesetzt sei, so Beck. Als verantwortlicher Leiter des Büros sei Kulturreferats-Chef Volker Bandelow völlig überlastet. "Das ist nicht mehr zumutbar", sagt Beck.
Als langjähriger Programmleiter des Revierparks Nienhausen erfülle Hans-Joachim Siebel (50) alle Voraussetzungen. "Er bräuchte auch keine lange Einarbeitungsphase", so Manfred Beck. Der Lenkungskreis fürs Kulturhauptstadtbüro, dem neben Beck auch OB Frank Baranowski und Stadtdirektor Michael von der Mühlen angehören, habe sich einstimmig für eine solche Lösung ausgesprochen.
Dass hier der Anschein entstehen könnte, dass mit Siebel ein SPD-Mann "versorgt" werden soll, weist (Grünen-Mitglied) Beck zurück. "Hajo Siebel hat unter anderem das Parkfest und die Puppentheatertage organisiert und ist ein ausgezeichneter Fachmann. Deshalb haben wir uns für ihn entschieden und sind auf ihn zugegangen."
Der Feldmarker hätte auch von sich aus zur Stadt zurückkehren können. Hintergrund: Siebel heuerte 1986 beim Revierpark an, als die Einrichtung noch Stadttochter war. Nach Änderung der Gesellschafterstruktur (KVR, Essen und Gelsenkirchen als Partner) behielten alle damals der Stadt zugeordneten Mitarbeiter bei gravierenden Änderungen in ihrem Bereich ein Rückkehrrecht zur Verwaltung - so auch Siebel.
Eine solche gravierende Änderung trat ein, als Mitgesellschafter RVR den Rotstift ansetzte und vor einem Jahr den Programmbereich praktisch platt machte. Hans-Joachim Siebel übernahm daraufhin bis auf Weiteres einen (vakanten) Leitungsposten im Saunabereich des Revierparks. "Er hat aber nicht sein Rückkehrrecht wahrgenommen, sondern ich bin auf ihn zugegangen", so Beck.
Vorbehaltlich der Zustimmung der Politik im Hauptausschuss soll die Stelle Siebels in Becks Vorstandsbereich angesiedelt werden. Und: Auch nach Auflösung des Kulturhauptstadtbüros 2011 soll Siebel in der Kulturverwaltung tätig sein. "Der Bedarf ist da", sagt Beck unter Verweis auf die "dünne Personaldecke" im Kulturreferat.
21:25
Das ist die SPD geführte Stadt GE !!!
13:42
Müssen freie Arbeitsplätze in der öffentlichen Verwaltung nicht öffentlich für JEDERMANN ausgeschrieben werden?