Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 14°C
Gelsenkirchen

Senioren unterstützen Senioren

27.05.2009 | 16:48 Uhr

26 Vertreter sollen in verschiedenen Stadtteilen ab September die Arbeit aufnehmen - ehrenamtlich. Ein Gespräch mit zwei Pionieren

Gisela Majewski und Manfred Raab, zukünftige Seniorenvertreter in Gelsenkirchen / Alte / Senioren WAZ-Bild: Martin Möller am 27.05.2009

Gisela Majewski (75) und Manfred Raab (60) sind zwei von 26 Ehrenamtlichen, die zurzeit zusammen mit der Stadt Gelsenkirchen ein Netzwerk von Seniorenvertretern aufbauen, das in 40 Stadtquartieren Anlaufstellen für Senioren schaffen soll. WAZ-Redakteurin Tina Bucek sprach mit ihnen über Motivationen und Pläne.

Wie kommt man darauf, Seniorenvertreter sein zu wollen? Und das auch noch ehrenamtlich?

Majewski: Ich bin ein neugieriger Mensch, und ich engagiere mich schon seit Jahren in Seniorengruppen. Ich möchte einfach gerne etwas tun. Und diese Aufgabe scheint mir spannend und reizvoll. Schließlich geht es auch darum, Menschen zu erreichen, die sonst vielleicht nie einen Fuß über unsere Schwelle setzen würden.

Raab: Ich mache das auch für mich. Ich habe als Rentner viel Freizeit und möchte die sinnvoll gestalten. Außerdem bin ich Sportkegler. Ich könnte mir vorstellen, andere Senioren für Sport zu motivieren. Das würde mir Spaß machen.

Was sollen die „Seniorenvertreter” denn genau machen?

Majewski: Angedacht ist ja, dass wir in allen 40 Stadtquartieren eine Anlaufstelle haben, eine Art Büro oder Ladenlokal. Hier werden dann Sprechzeiten angeboten, zunächst mal einmal in der Woche, im Moment sind wir bei mittwochs, 15 bis 17 Uhr. Da können Senioren sich zu allen möglichen Fragen beraten lassen. Natürlich können wir nicht alles beantworten, aber wir können weiter vermitteln an Stellen, die dann helfen können.

Raab: Im Moment sind wir ja auch erst 26. Geplant sind zwei bis drei Vertreter in jedem Stadtquartier, also insgesamt 80 bis 120. Aber wir sind ja erst am Anfang.

Wie geht es denn jetzt weiter?

Majewski: Wir werden uns nochmal treffen und dann zusammen zu einem Wochenendseminar fahren. Anschließend werden wir eine Woche lang jeden Nachmittag geschult.

Raab: Die Schulung ist Teil des Projektes. Auch wenn wir mit der Arbeit gestartet haben, sollen immer wieder Schulungen stattfinden, inhaltliche und methodische. Man muss ja auch erstmal lernen, wie man überhaupt ein Beratungsgespräch führt. Oder, welche Leute in welchem Fall ansprechbar sind.

Und wann geht es dann konkret los?

Majewski: Spätestens im Oktober diesen Jahres. Und dann werden wir sehen.

Tina Bucek



Kommentare
Aus dem Ressort
Gelsenkirchener Berufskollegs für die Zukunft aufstellen
Bildung
Spätestens im Schuljahr 2013/24 werden die Schülerzahlen der Gelsenkirchener Berufskollegs die Talsohle erreicht haben. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens der Projektgruppe Bildung und Region. Deren Empfehlung: Die heute vier Berufskollegs mit ihren sieben Standorten auf drei Zentren...
Wandel in Gelsenkirchen – vom Reformhaus zum Bio-Körbchen
Handel
Isabel Evers und David Bone vermarkten bislang auf dem Altstadt-Markt in Gelsenkirchen und in ihrem Bio-Laden in Moers Produkte aus eigenem Anbau. Nun übernehmen sie das Ladenlokal des Wörishofener Kräuterhauses und wollen dort spätesten nächsten März ihr „Bio-Körbchen“ eröffnen.
S04-Mitarbeiterin soll mit Knappenkarten betrogen haben
Arbeitsgericht
Auf Schalke zahlen die Fans mit ihrer Knappenkarte. Mit einer solchen soll eine Arbeitnehmerin ihren Arbeitgeber Schalke 04 um Geld betrogen haben und wurde deshalb im Sommer gekündigt. Die Schalker stehen damit juristisch aber auf dünnem Eis, die Mitarbeiterin könnte vor Gericht siegen.
Autorin besucht die Proben im Consol Theater
Theater
Die prominente Dramatikerin Sibylle Berg schrieb für das Consol Theater das Jugendtheaterstück „Mein seltsamer Freund Walter“. Vor der Uraufführung kam sie zu einem Probenbesuch nach Gelsenkirchen.
Wie viel Steuergeld darf ein Theaterbesuch in Gelsenkirchen kosten?
Kulturförderung
Auch wer als Gelsenkirchener nie ins Theater geht, finanziert jeden Besuch des Musiktheaters im Revier mit. Im Jahr 2012 wurden im Schnitt 120 Euro pro Besuch aus dem Stadtsäckel bezogen. Zu viel Geld, moniert der Bund der Steuerzahler in NRW: Gelsenkirchen landet in der Negativstatistik im oberen...
Umfrage

Geht es nach dem Willen der nordrhein-westfälischen Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK), dann sollen langjährige Empfänger von Hartz IV, die kaum noch Aussicht auf Rückkehr auf einen regulären Arbeitsplatz haben, als „Assistenten“ in Schulen, Kitas sowie Alt- und Pflegeheimen eingesetzt werden. Im Gegenzug werden ihre Sozialleistungen aufgestockt und künftig als „Gehalt“ gezahlt. Was halten Sie davon?

 
Fotos und Videos
Schalke-Choreos
Bildgalerie
Schalke-Fans
Bierpreise in Bundesliga und Region
Bildgalerie
Bierpreise
Erster Heimsieg für Di Matteo
Bildgalerie
Schalke 04