Seit 40 Jahren im Einsatz für den Bezirk Gelsenkirchen-Mitte

Klaudia Peters ist seit 43 Jahren bei dem Stadt tätig und seit Bestehen der Bezirksverwaltungsstelle Mitte deren Sekretärin.
Klaudia Peters ist seit 43 Jahren bei dem Stadt tätig und seit Bestehen der Bezirksverwaltungsstelle Mitte deren Sekretärin.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Klaudia Peters kennt sie alle: Bezirksvorsteher, Bezirksbürgermeister und Politiker, die seit Gründung der Bezirke anno 1975 in Mitte im Einsatz waren.

Gelsenkirchen.. 4. Mai 1975: Zum ersten Mal werden bei der Kommunalwahl auch die politischen Vertreter für die fünf neuen Bezirksvertretungen mitgewählt. 13. Mai 1975: Die 19 Mitglieder der Bezirksvertretung Mitte treffen sich zur konstituierenden Sitzung. Zwölf Sozialdemokraten und sieben Christdemokraten gehören dem neuen Gremium an. Schon damals mit Stift und Block dabei: Klaudia Peters, heute ein Urgestein in der Bezirksverwaltungsstelle Mitte.

40 Jahre später hat die 58-Jährige an 326 Sitzungen der BV Mitte teilgenommen und sechs Bezirksbürgermeister bzw. -vorsteher erlebt. Nummer fünf war Detlev Preuß. Der SPD-Politiker, seit 2004 an der Spitze des größten Gelsenkirchener Bezirks, war – wie seine Amtskollegen in Süd, West, Ost und Nord – ab 2008 Bezirksbürgermeister. Aktuell ist der politische Chef in Mitte mit Marion Thielert erstmals eine Chefin.

Überraschungen im Dienst

Während „ihr“ Bezirk 2015 Vierzig ist, hat Klaudia Peters schon vor drei Jahren vier Berufsjahrzehnte voll gehabt. 1972 hat die Gelsenkirchenerin ihre Ausbildung als Stenotypistin begonnen und wurde 1974 Angestellte im Schreibdienst. Zunächst bei der Feuerwehr, dann im Wahlamt. „Dann bekam ich die Versetzung ins Amt 10, also ins Hauptamt. Dem waren die Bezirksverwaltungsstellen angegliedert,“ erzählt sie. Fünf Bezirksverwaltungsstellenleiter hat die zierliche Frau mit der markanten Lockenfrisur erlebt. Und ein sich vielfach wandelndes Arbeitsfeld.

1976 beispielsweise, da wurde die Bezirksverwaltung Anlaufstelle für Bürger. Eine Aufgabe, die die 58-Jährige sehr geschätzt hat. Denn wenn sie Überraschungen im Dienst erlebt hat, dann in der Bürgerberatung. „Einmal wollte ein Anrufer im Herbst wissen, welche Pilze man sammeln kann.“ Sie lacht herzhaft. Zu ihren persönlichen Highlights gehörte neben der Arbeit in der Bezirksverwaltung der Austausch mit der City of Charlotte in North Carolina über das friendship force-Programm, das auf Initiative von Gerd Rehberg auch in Gelsenkirchen mit Leben gefüllt wurde. 1983 flog sie als Gruppenbegleiterin mit in die USA. Da stand Klaudia Peters plötzlich selbst im Rampenlicht: „Ich musste Reden halten, fürs Radio ein Interview geben und eine Baseball-Spiel anwerfen.“

29 gemeinsame Arbeitsjahre mit Ulrich Exner

Zu 40 Jahren BV Mitte gehören so viele Erinnerungen ... Etwa die an SPD-Bezirksvorsteher Werner Schmidt, der während seiner Amtszeit (1979-‘91) Schulklassen in den Ruhrzoo eingeladen hat. Der Renntag der BV Mitte in Nienhausen während der Ära Karl-Heinz „Charly“ Siebel (SPD, 1991-‘99), die Denkmal-Aktionen in den 80er Jahren – und nicht zuletzt 29 gemeinsame Arbeitsjahre mit Ulrich Exner. Die Zwei haben nach dem Mauerfall auch das Begrüßungsgeld für DDR-Bürger ausgezahlt.

Nur einmal war Klaudia Peters verunsichert. 1999, als die CDU nach der Kommunalwahl das Ruder übernahm, „da wussten wir zuerst nicht, ob wir bleiben können“.