Schulsanierungen in Gelsenkirchen auf Hochtouren

Zahlreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen zur Sanierung der Schulen werden in Gelsenkirchen während der Sommerferien durchgeführt. Die Grundschule Erdbrüggenstraße wird grundlegend saniert und erhält einen neuen Anbau. Arbeiter montieren Teile der neuen mehrfarbigen Wandverkleidung.
Zahlreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen zur Sanierung der Schulen werden in Gelsenkirchen während der Sommerferien durchgeführt. Die Grundschule Erdbrüggenstraße wird grundlegend saniert und erhält einen neuen Anbau. Arbeiter montieren Teile der neuen mehrfarbigen Wandverkleidung.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
An der Erdbrüggenstraße entsteht ein hochmoderner Standort – energetisch auf neustem Stand. Am Eppmannsweg gibt es bereits zum Schulstart sparsames LED-Licht und eine bessere Akustik.

Gelsenkirchen.. Kreischende Sägen, dumpfes Bohren und helle Hammerschläge – das sind die Geräusche, die bei einem Besuch der Schulstandorte Erdbrüggenstraße (Bismarck) und Eppmansweg (Hassel) den Weg ins Ohr des Besuchers finden. Denn Ferienzeit ist immer auch Sanierungszeit – eine Stippvisite.

Die mit Abstand aufwändigste und teuerste Baustelle ist derzeit der Umbau und die Erweiterung des Standortes Erdbrüggenstraße. Der vorhandene Altbau dort wird komplett kernsaniert und nimmt künftig die Schüler von der Gemeinschaftsgrundschule Bickernstraße auf, dazu wird die Schule noch durch einen Neubau für den geplanten OGS-Betrieb vergrößert. Kosten: insgesamt 4,3 Millionen Euro.

Komplett barrierefrei und energetisch auf dem neusten Stand

„Wir liegen gut in der Zeit“, sagt Ihsan Sahin. So gut, dass der 43-jährige Architekt vom Referat 65/3, Hochbau und Liegenschaften, damit rechnet, dass die Arbeiten bereits im Dezember diesen Jahres abgeschlossen sein werden – deutlich früher als geplant. „Die Putzarbeiten sind bereits größtenteils abgeschlossen“, so der Fachmann zum Fortschritt, „der Trockenbau ist gerade im vollen Gange und die Verlegung von Wasser und Elektroleitungen auf der Zielgeraden.“ Und der Boden sei soweit vorbereitet, dass Estrich gegossen werden kann.

Die gut 400 Schüler der zweizügigen Schule werden bald zwei hochmoderne Gebäude als neue Lernstatt vorfinden: komplett barrierefrei und energetisch auf dem neusten Stand. Hinter den „hinterlüfteten Eternitplatten“ der Alt-Fassade, darunter auch solche, die frech-bunte Akzente setzen, befindet sich schwer entzündliche Steinwolle zur Dämmung. Ein modernes Be- und Entlüftungssystem mit Wärmerückgewinnung im Inneren der Gebäude ist ebenso selbstverständlich wie eine komplexe Gebäudeleittechnik. Sie misst und reguliert etwa beständig Sauerstoffgehalt und Temperatur der Luft oder schlägt bei Notfällen Alarm.

"Vieles davon leistet die Stadt selbst"

Wlan, White Boards (Schreibtafeln) und Beamer halten Einzug wie auch sparsame LED-Beleuchtung, Einbruchmeldeanlagen oder ein begrüntes Dach. Klassen- und Mehrzweckräume sind in ausreichender Zahl vorhanden, ebenso können Differenzierungsräume für jeden Jahrgang angeboten werden. „Bis zu 20 Arbeiter neun verschiedener Gewerke machen das gerade möglich“, sagt Ihsan Sahin. Und betont: „Vieles davon leistet die Stadt selbst.“

Ortswechsel: Eppmannsweg. Die Arbeiten hier sind nicht ganz so umfangreich wie im Süden. Daher werden sie mit dem Schulstart nach den Ferien schon abgeschlossen sein.

Bereits im vergangenen Sommer sind die Inklusionsräume errichtet worden.

Kostenpunkt insgesamt: 100.000 Euro

„Die Klassen bekommen gerade schallschluckende Akustikdecken“, erklärt der Architekt. Und weil die Räume der Sekundarschule Hassel für Gerüste und Arbeiter freigeräumt worden sind, „erhalten die Wände noch einen frischen Anstrich“. Auch am Eppmannsweg sorgen LED-Lampen für Helligkeit. Der Clou dabei: tageslicht- und präsenzabhängig wird jeder Bereich, unabhängig davon ob Fenster- oder Wandlage, getrennt, aber gleich gut ausgeleuchtet.

Die modernen Leuchtmittel, das verspricht der Hersteller, halten beeindruckende 50 000 Stunden – die mittlere Lebensdauer der bis dato üblichen Leuchtstoffröhren liegt bei etwa 10. 000 Stunden. Kostenpunkt insgesamt: 100.000 Euro.

Inbetriebnahme Anfang 2016