Schubert tanzt Tango im Hans-Sachs-Haus

„Schubert tanzt Tango“, wenn Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen am Sonntag, 19. April, um 11.15 Uhr ins Hans-Sachs-Haus einladen. Drei junge Damen geben sich diesmal die Ehre in der neuen Reihe und zelebrieren im Rathaus Musik von drei Komponisten, die unterschiedlicher nicht sein könnte.

Es musizieren die Geigerin Christina Silvia Lalescu und die Cellistin Carolin Scholz, begleitet von der Pianistin Mihaela Tomi. Die drei Künstlerinnen beginnen die Matinee mit dem Werk, mit dem so manches Trio ein Konzert beendet, mit dem Klaviertrio B-Dur von Franz Schubert. Sein kammermusikalisches Schaffen gehört zum Schönsten, was die Stilepoche der Romantik zu bieten hat, so auch das eröffnende Trio B-Dur.

Danach erklingt Musik des armenischen Komponisten Arno Babajanian, dessen Sujet hierzulande nahezu unbekannt ist. Stilistisch hat er sich ganz der armenischen Volksmusik verschrieben, die er thematisch in seine Kammermusik und sein sinfonisches Schaffen verwoben hat. Im Jahr 1950 entstand eines der bekanntesten Werke Babajanians, die „Armenische Rhapsodie“ für zwei Klaviere. 1952 entstand das Klaviertrio Nr. 2 und 1954 die „Poem-Rhapsodie“ für Orchester. 1959 folgt eine Sonate für Violine und Klavier und das dem berühmten russischen Cellisten Mstislaw Rostropowitsch gewidmete Cellokonzert.

Zum Ausklang beschäftigt sich das Trio mit Musik von Astor Piazzolla, dem populärsten argentinischen Exportartikel neben edelstem Rindfleisch. Eigentlich kennt man Piazzolla nur als Gott des Tangos. Dass dieser Mann auch eine ernsthafte Ausbildung als Komponist unter anderem in Paris genoss, ist nur wenigen bekannt. Gerade die 40er und 50er Jahre seiner Laufbahn waren geprägt von der intensiven Beschäftigung mit den großen europäischen Komponisten und dem Schaffen eigener Werke für Orchester und Kammermusik-Formationen.

Die Karten kosten fünf Euro. Im Vorverkauf gibt es sie in der Stadt- und Touristinfo im Hans-Sachs-Haus an der Ebertstraße 11.