Schlussstsrich unter das US-Geschäft?
02.03.2009 | 18:06 Uhr 2009-03-02T18:06:00+0100Gelsenkirchen wird möglicherweise am Mittwoch auf einer nicht-öffentlichen Sondersitzung des Rates einen Schlussstrich unter das so genannte Cross Border-Geschäft ziehen, das sich im Zuge der US-Finanzkrise zu einem gefährlichen Vabanque-Spiel für die Stadt entwickelt hat.
Der US-Investor, der 2002 der Stadt das Kanalnetz für eine anteilige Steuergewinnüberlassung von12 Mio € abkaufte und zurückvermietete, hat ein kurzzeitig befristetes Rückkaufangebot gemacht. Für knapp 50 Mio US Dollar, so die WAZ-Information, könnte Gelsenkirchen wieder aus dem Cross Border-Geschäft aussteigen. Fieberhaft rechnet derzeit die Kämmerei, ob sich das Angebot und die Konditionen rechnen, so dass Gelsenkirchen letztendlich, so hofft man, noch „plus minus null” aus dem einst so attraktiv scheinenden Geschäft herauskommt, das – mittlerweile gestopfte – Steuerschlupflöcher in den USA erst möglich gemacht hatten. Zugleich stimmt sich Gelsenkirchen mit anderen betroffenen Städten ab. Bochum ist bereits auf den Deal eingegangen.
Risikofaktoren in dem Finanzgeschäft sind Unwägbarkeiten des Zinsmarktes, schwankende Wertpapierkurse und die Zukunft des krisengeschüttelten US-Finanzdienstleister AIG, über den das damalige Geschäft abgesichert wurde. Schlägt die Stadt das Investorenangebot aus und geht die AIG pleite, könnte das Gelsenkirchen noch teurer zu stehen kommen. Finanzieren könnte Gelsenkirchen – wie Bochum – das Rückkaufangebot mit dem Verkauf der US-Anleihe in Höhe von 50 Mio Dollar, die die Stadt erst Ende 2008 zur Absicherung des Geschäftes hatte kaufen müssen – über Kredite. Die würde man mit den Forderungen an die AIG auslösen, die vom Investor auf die Stadt übergehen – in der Hoffnung, dass das ohne größere Verluste geht.
01:00
von wegen - siehe hier .....
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gelsenkirchen/2009/3/4/news-113407831/detail.html
13:11
Schön ist das, wenn die Stadt aus den Cross-Border-Leasing-Geschäften, die uns CDU-OB Wittke eingebrockt hat, mit einem blauen Auge wieder davon kommt.
12:59
Der marode Versicherungsgigant AIG ist global so vernetzt, dass sein Niedergang Banken in aller Welt bedroht - und sogar deutsche Kommunen. Das gilt auch für das cross Border, da ist AIG auch dicke drin. Ist auch Gelsenkirchen in diesem Geflecht von Bankrotten eingebunden?
10:43
ich glaube eher das dicke Ende kommt noch.
10:37
Pah Politiker,
sie wissen nicht was sie tun...
06:35
Ja dann haben wir ja nochmal Glück gehabt