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Ausschreitungen

Schalker nach Hooligan-Krawallen in Köln außer Lebensgefahr

19.01.2014 | 12:52 Uhr
Schalker nach Hooligan-Krawallen in Köln außer Lebensgefahr
Polizisten nehmen einen der Randalierer am Samstag Nachmittag in der Kölner Innenstadt fest. Alle Beteiligten befinden sich nach Angaben der Kölner Polizei inzwischen wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an.Foto: dpa

Köln/Gelsenkirchen.   Hooligans von Schalke 04, dem 1. FC Köln und wohl auch von Borussia Dortmund haben sich am Samstag in der Kölner Innenstadt massive Krawalle geliefert. Ein am Kopf schwerstverletzter Schalker Anhänger schwebt mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. Eine Mordkommision ermittelt.

Einen Tag nach den schweren Ausschreitungen in der Kölner Innenstadt geben sich Staatsanwaltschaft und Polizei zum Stand ihrer Ermittlungen bedeckt. Klar ist bislang nur, dass ein 40-Jähriger, der bei den Krawallen am Habsburgerring zunächst lebensgefährlich verletzt worden ist, inzwischen auf dem Weg der Besserung ist.

Der Mann wurde noch in der Nacht in einem Kölner Krankenhaus notoperiert. Inzwischen hat die Polizei bestätigt, dass es sich bei dem 40-Jährigen um einen Schalke-Anhänger handelt. Der Mann soll zudem der Hooligan-Szene nahestehen und der Polizei bereits bekannt sein.

100 bis 200 gewaltbereite Fußball-Hooligans, schätzt die Kölner Polizei, waren am Samstag Nachmittag gegen 14.45 Uhr auf dem Habsburgerring aufeinander losgegangen. Wie genau der 40-Jährige dabei seine schweren Kopfverletzungen erlitten hat, weiß die Polizei noch nicht. Wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt nun eine Mordkommission von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Auch Banner wie diese waren am Samstag beim Spiel zwischen Köln und Schalke im Rhein-Energie-Stadion zu sehen. Foto: Imago

Weitere Erkenntnisse über die Umstände der Tat erhoffen sich die Ermittler durch die Aussage des Opfers. Der 40-Jährige konnte wegen seines Gesundheitszustandes allerdings noch nicht vernommen werden.

Gewaltbereite Anhänger von Borussia Dortmund

Mit Hinweis auf das laufende Verfahren machen Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit weder zur Anzahl der Verletzten noch zur Anzahl der Festgenommenen detailliertere Angaben. Allerdings befinden sich alle Beteiligten inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Stellungnahme
Gewerkschaft der Polizei verurteilt Ausschreitungen in Köln

Angesichts der schweren Auseinandersetzungen fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP), dass sich die Fußballfans in ganz Deutschland von den Gewalttätern in den eigenen Reihen trennen. „Es war reines Glück, dass wir nicht den ersten Toten beklagen mussten“, sagte der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende Arnold Plickert am Sonntag. „Aber wenn einzelne Fangruppen weiter brutalen Gewalttätern eine Bühne für ihre Straftaten bieten“, sei es nur eine Frage der Zeit, bis es soweit komme. Die GdP unterstützt ausdrücklich die Linie von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD), der eine härtere Gangart gegenüber gewalttätigen Hooligans angekündigt hat. (dpa)

Als wahrscheinlich gilt, dass sich nicht nur Anhänger des 1. FC Köln und von Schalke 04 geprügelt haben. Auch gewaltbereite Anhänger von Borussia Dortmund, die eine Fanfreundschaft zu gleichgesinnten Kölnern unterhalten sollen, sind am Samstag Mittag in der Kölner Innenstadt gesichtet worden. Über ihre mögliche Tatbeteiligung gibt es bislang unterschiedliche Informationen.

Testspiel zwischen Köln und Schalke geht 2:1 aus

Einziger Lichtblick: Rund um das Rhein-Energie-Stadion blieb es bei der „Freundschaftspartie“ zwischen Köln und Schalke nach Polizeiangaben ruhig. Das Spiel entschieden die Domstädter mit 2:1 für sich. Spieler beider Vereine erinnerten auf dem Rasen mit einem Banner an den schwer verletzten Michael Schumacher und wünschten „Gute Besserung“. In der Kurve der Kölner waren auch Plakate mit einem durchgestrichenen Schalke-Logo zu sehen - verbunden mit dem Schriftzug „Sch... 04“.

Stefan Kober

Kommentare
22.01.2014
17:03
Schalker nach Hooligan-Krawallen in Köln außer Lebensgefahr
von Patzer64 | #31

Wie kann man nur so blöd sein, sich wegen eines Fußballvereins die Birne einzuhauen. Zum Glück gibt es diese Schwachmaten nicht nur in Deutschland,...
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2014-01-19 12:52
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