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Schalker Meile in Gelsenkirchen ist die Meile der Traditionen

06.08.2012 | 12:00 Uhr
Schalker Meile in Gelsenkirchen ist die Meile der Traditionen

Gelsenkirchen.   Zwischen Schalker Markt und Glück-Auf-Stadion arbeiten Fans, Bogestra, Stadt und Verein eng zusammen, um die blau-weißen Wurzeln zu pflegen. Das erste leerstehende Ladenlokal ist bereits dekoriert. Die Schalker Meile misst nur 750 Meter – aber sie hat es in sich.

Die Schalker Meile trieft vor Geschichte und Geschichten und ist doch – noch — eher häßlich. Das zu ändern, mühen sich seit geraumer Zeit der Supporters Club, der FC Schalke 04, die Stadt Gelsenkirchen und die Bogestra. Das Hauptanliegen: Der Straßenzug mit den Wurzeln der Königsblauen soll kein Haltepunkt bleiben, den man nur unvermeidlich auf dem Weg ins Stadion passiert, sondern einer, an dem man auch mal halt macht. Den man würdigt, kennt und erkennt.

Derzeit ist das gar nicht so einfach. Noch immer klafft die Kurt-Schumacher-Straße in diesem Abschnitt mit ihrer Riesenbaustelle wie eine offene Wunde. Noch sind die blau-weißen Farbtupfer nur vereinzelte Lichtblicke im grauen Fassadeneinerlei. Doch jetzt sind die ersten Schaufenster der zwölf leerstehenden Ladenlokale an der Meile mit historischen Aufnahmen aus der Vereinsgeschichte geschmückt. Es sind die Räume der ehemaligen Metzgerei und Bäckerei, die von den Anwohnern, deren Einkaufswege immer weiter werden, schmerzlich vermisst wird. Es geht den Aktiven beim Aufhübschen der Schalker Meile um die Wiederbelebung des Viertels, um Stadtentwicklung und um das historische Bewusstsein.

Wissen, wo der Schalker Markt ist

„Wenn im Stadion 60 000 vom Schalker Markt singen, aber nur die Hälfte weiß, wo der eigentlich liegt, dann ist das nicht in Ordnung“, findet Olivier Kruschinski vom Supporters Club. Genau deshalb haben er und seine Mitstreiter sehr viel Zeit und Arbeit in die Schalker Meile gesteckt. Der erste Abspannmast ist bereits mit dem Schriftzug „Schalker Meile“ bestückt – die weiteren folgen – , das erste Schaufenster ist dekoriert, es gibt T-Shirts, die Bogestra zieht den Haltestellen das Knappen-Trikot an und druckt Schalke-Motive auf die Bahn-Himmel. Die Station Uechtingstraße heißt längst „Schalker Meile“, Anfang und Ende sind durch Schilder markiert.

Sozialgeschichte nicht aus den Augen verlieren

Olivier Kruschinski vom Supporters Club will die Tradition wiederbeleben. Foto: Thomas Schmidtke

Zur Präsentation der aktuellen Neuheiten auf der Schalker Meile ist auch Gisbert Schlotzhauer, Bogestra -Vorstand für Personal, Kommunikation und Infrastruktur, angereist. Er betont die gemeinsamen Interessen von Verein und Bogestra, was den störungsfreien Transport der Fans angeht. Und auch, was das Geschichtsbewusstsein betrifft. „Heute ist der Fußball professionalisiert. Aber wir dürfen die Sozialgeschichte nicht aus den Augen verliegen. Das Umfeld ist uns wichtig. Auch, um Vandalismus entgegen zu wirken. Aber nicht nur.“

Dass es nur im Interesse der Stadt sein kann, den Schalker Markt wieder attraktiver zu machen, ist für Dr. Manfred Beck fraglos: „Ich hab hier selbst gelebt, habe das Sterben der Geschäfte miterlebt. Das muss sich wieder ändern.“ Die Marke Schalke müsse in Gelsenkirchen auch in Bezug auf die Stadtentwicklung unterstützt und gepflegt werden.

Sibylle Raudies



Kommentare
15.08.2012
11:14
Schalker Meile in Gelsenkirchen ist die Meile der Traditionen
von Polschalker | #6

#1Es sind natürlch NUR die S04 Ultras die alles beschmieren,,ist klar,,schonmal durch Dochtmund,Bochum,Essen,und und und gefahren????
Auch mal weiter als nur vor die Haustüre gehen,sie würden sich wundern.

13.08.2012
10:56
Die Meile der Traditionen
von imwestennichtsneues10 | #5

Eine Frage zum Schalker Markt.
Ich habe als Kind den Schalker Markt auf der Gewerkenstraße (jetzige Lidl Filiale) erlebt,
kann mich aber nicht erinnern, das auf der Kurt Schumacher Straße (Schalker Meile) einer
war. Wieso spricht man da vom "Schalker Markt" ?

13.08.2012
10:38
Die Meile der Traditionen
von Emil1972 | #4

Na wenn die leerstehenden Geschäfte dann auch noch wieder verpachtet werden, dann wär alles ok

13.08.2012
08:47
Die Meile der Traditionen
von aljoscha | #3

Ich finde die Aktivitäten, diese Meile stärker mit visuellen und inhaltlichen Maßnahmen ins Bewusstsein zu bringen und sie zugleich attraktiver zu machen uneingeschränkt klasse!!!!
Mein großer Respekt gilt den Akteuren und überhaupt allen Beteiligten!

13.08.2012
07:14
"Glück-Auf-Stadion"
von nachdenkenhilft | #2

Es ist schon äußerst peinlich, in einem Artikel, in dem Kenntnisse über die Schalker Tradition als besonders wichtig dargestellt werden, vom "Glück-Auf-Stadion" zu schreiben. Das Stadion heißt schon immer Kampfbahn Glückauf bzw. Glückauf-Kampfbahn.

12.08.2012
21:33
Die Meile der Traditionen
von Westwind | #1

Häßlich sind auch die Schmierereien der "GE-Ultras" und anderer S04-Fans, die sich an öffentlichen Einrichtungen finden wie z.B. Haltestellen, Bahnhofsanlagen, Fahrplantafeln, Bussen, Bahnen, Eisenbahnfahrzeugen, Verkehrsschildern, privaten wie öffentlichen Gebäuden: NICHTS ist vor den Blödmännern (und -frauen) sicher....Wann endlich nimmt man sie dafür in Haftung, lässt sie den Dreck wieder entfernen, belegt die dämlichen Aufkleber mit saftiger Abgabe, aus der die Kommunen die Entfernung finazieren können. Aber vermutlich gibt es auch in diesem Fall von oberster Stelle eine Generalamnestie...

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