Schalke setzt im Marketing rund 82 Millionen Euro um

Der FC Schalke 04, hier mit Marketing-Vorstand Alexander Jobst und Torsten Biermann (r.) vom Premium-Partner Coca-Cola, stößt im nationalen Sponsoringgeschäft an seine Grenzen.
Der FC Schalke 04, hier mit Marketing-Vorstand Alexander Jobst und Torsten Biermann (r.) vom Premium-Partner Coca-Cola, stößt im nationalen Sponsoringgeschäft an seine Grenzen.
Foto: Martin Möller
Was wir bereits wissen
Seit der Saison 2010/11 hat Schalke seine Marketingeinnahmen um rund ein Drittel gesteigert - auf 82 Millionen Euro. Das Wachstum soll weitergehen.

Gelsenkirchen.. Der Vorstandsbereich Marketing steht beim FC Schalke 04 für eine echte Erfolgsgeschichte. Knapp 82 Millionen Euro nimmt der Fußball-Bundesligist in der Saison 2014/15 in diesem Geschäftsfeld ein und erzielt so mehr als ein Drittel seines Umsatzes. Die Zahlen nannte S04-Vorstand Alexander Jobst.

Noch in der Saison 2010/11 lag der Marketing-Umsatz der Königsblauen bei unter 50 Millionen Euro. „Wir haben seither eine Steigerung von knapp 35 Prozent geschafft“, bilanziert der 41-Jährige die letzten dreieinhalb Jahre seiner Arbeit. In dieser Zeit wurden mit neuen Strukturen in der Abteilung zehn neue Sponsoren verpflichtet, davon sechs aus dem internationalen Geschäftsbereich. „Dass wir mit Huawai und Hisense zwei Partner aus China und jetzt mit Kumho Tyre einen aus Korea haben, spricht für uns und unsere Strategie“, ist Jobst überzeugt. „National ist auf diesem Markt für uns kaum mehr möglich. Aber in der Internationalisierung des Vereins steckt noch Potenzial, gerade mit Blick auf den asiatischen Raum.“

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Wie groß die Möglichkeiten sind, verdeutlicht der Schalker Vorstand über die Club-Media-Sparte, also über Internet, Facebook etc. „Unser Auftritt läuft mittlerweile über 21 Kanäle in sechs Sprachen.“ Dieser Durchlässigkeit von Informationen wird Rechnung getragen. „In China kommunizieren wir täglich über unsere Kanäle mit 1,2 Millionen Menschen.“ Damit habe Königsblau den BVB überholt.

Der Blick geht nach Fernost

Nicht von ungefähr will Schalke diesem Markt noch mehr Aufmerksamkeit widmen. Etwa im Sommer, wenn Mitte Juli eine über den Partner Hisense organisierte China-Reise der Profis stattfinden soll. Neben der Möglichkeit, durch Präsenz in Fernost weitere Sponsoren zu finden, werde laut Jobst die TV-Verbreitung der Bundesliga in den nächsten Jahren wachsen und die medialen Erlöse für den Verein weiter steigen. Das China-Geschäft schätzt der Vorstand auf absehbare Zeit deutlich lukrativer ein als das in den USA. „Dort wächst zwar das Interesse für „Soccer“, aber es dominieren im TV Basketball, Eishockey, Baseball und Football.“

Noch mehr Menschen für Schalke zu interessieren, bleibt das Ziel. „Wir überarbeiten gerade unsere App, die im März verfügbar sein wird.“ Sie bietet laut Jobst die Voraussetzung für einen kostenlosen Wlan-Zugang in der Veltins-Arena, in einem ersten Schritt für bis zu 20.000 Zuschauer. „Ziel ist es, dies allen Stadionbesuchern zu ermöglichen.“