Schäfer glaubte an „Scherz“

Die Ordnungsrufe von Oberbürgermeister Frank Baranowski in der letzten Ratssitzung im Hans-Sachs-Haus hatten Folgen: Der WIN-Stadtverordnete Ali-Riza Akyol wurde wie berichtet des Saales verwiesen. Dem Rausschmiss ging ein Wortgefecht über einen Antrag voraus.

Der FDP-Stadtverordnete Jens Schäfer, der mit den beiden WIN-Parlamentariern eine Fraktionsgemeinschaft plant, äußerte sich jetzt zu dem Vorfall – und weist gegenüber der WAZ Kritik zurück. Schäfer betont, er habe die Ordnungsmaßnahme gegen Akyol nicht etwa teilnahmslos verfolgt, sondern sei „in dem Moment einfach komplett schockiert“ gewesen und habe den Rausschmiss „bis zu letzt für einen Scherz gehalten. Man kann darüber streiten, ob es so klug ist, der rechtspopulistischen AfD bei ihren Anfragen zu helfen, einen Stadtverordneten dafür aber gleich vor die Tür zu setzen, halte ich nicht für richtig“, so der Liberale. Was Schäfer auch „sehr wundert ist die Tatsache, dass die Kommentierung von Anfragen anscheinend geduldet wird, obwohl es bislang zum guten Ton gehörte, keine Anfragen, egal von wem, zu kommentieren.“ Insgesamt hofft der FDP-Stadtverordnete, „dass sich ein solches Spektakel in der nächsten Ratssitzung nicht wiederholt“.