Rund 15 200 Autos kontrolliert

Die Polizei Gelsenkirchen zieht nach dem Blitzmarathon ein positives Fazit. „Der Großteil der Verkehrsteilnehmer hat sich an die Vorschriften gehalten“, sagte Sprecher Torsten Sziesze. Der Polizei ginge es eher darum, durch präventive als repressive Maßnahmen das Bewusstsein der Autofahrer für mehr Achtsamkeit und Vorsicht auf den Straßen positiv zu beeinflussen. „Insofern war die Aktion ein Erfolg“.

Die Polizei hat vor Ort fast 15 200 Fahrzeuge kontrolliert und dabei 243 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Bereits am Morgen registrierten die Polizisten, dass die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten an den Kontrollpunkten oft stark unterschritten wurden. 24 Fahrer wurden mit einer Ordnungswidrigkeiten-Anzeige belegt, weil ihr Tempo mindestens 21 Stundenkilometer über dem Limit lag.

Als Folge der Kontrollen müssen drei Fahrer neben einem Bußgeld zusätzlich mit einem Fahrverbot rechnen. Die größte Geschwindigkeitsüberschreitung betrug dabei 50 Kilometer pro Stunde. Ein Pkw-Fahrer fuhr auf der „Gecksheide“ mit Tempo 80, statt der erlaubten 30. Auf der Kurt-Schumacher-Straße zwischen Grenz- und Grillostraße war ein Fahrer im morgendlichen Berufsverkehr mit 88 statt der erlaubten 50 unterwegs. Und in einer Tempo-30-Zone ergab eine Messung einen Wert von 62. Diese Messung stammt von einem der kommunalen Radarwagenteams, letztere stellten bei 3020 Kontrollen 141 Überschreitungen fest.

Die Präsenz der Beamten vor Ort wurde auch von vielen Bürgern genutzt, um mit der Polizei ins Gespräch zu kommen. Es fuhren nur 1,6 Prozent der Kraftfahrer an diesem Tag zu schnell. Im September 2014 waren es noch zwei Prozent. Allerdings war der Blitzmaraton bereits nach 18 Stunden beendet wegen der Trauerfeier im Kölner Dom.