Rückblick in der Heimatstube

Ganz zentral in der Stadt liegt das Allenstein-Heimatmuseum „Der Treudank“ an der Vattmannstraße 11 in Gelsenkirchen. Dienstags zwischen 10 und 13 Uhr öffnet Thomas Nowack die Pforten des Heimatmuseums. Nachdem Gelsenkirchen 1953 die Patenschaft für Allenstein übernommen hatte, wurden die ehemaligen Bewohner der ostpreußischen Stadt aufgerufen, Erinnerungsstücke wie Bücher, Stadtpläne, Familiendokumente zusammenzutragen. Auch Zeitungsausschnitte und Fotografien wurden in einem Gedenkraum im Rathaus Gelsenkirchen, der den Namen „Treudankstube“ trug, gesammelt. Die Ausstellung wuchs stetig und fand schließlich im Dreikronenhaus an der Vattmannstraße neue, große Räumlichkeiten. Besucher des Museums erwartet eine Reise durch die Geschichte der polnischen Partnerstadt, viele Exponate erinnern an persönliche Schicksale. Neben historischen und zeitgenössischen Fotografien werden Stadtwappen gezeigt. „Besondere Ausstellungsstücke sind mit Sicherheit das Goldene Buch der Stadt Allenstein von 1910 und die Patenschaftsurkunde der Stadt Gelsenkirchen“, so Nowack, der selbst Vorfahren aus Allenstein hat. Die Ausstellung ist nach wie vor eine Erinnerungsstätte für ehemalige Allensteiner, aber auch ein Stück Stadtgeschichte und steht allen Interessierten offen. Der Eintritt ist frei. Das Museum vertreibt auch Infomaterial zur Partnerstadt, wie etwa die „Allensteiner Heimatbriefe“, Bildbände und Reiseführer.

Jährlich gibt es auch ein Treffen der Stadtgemeinschaft und Kreisgemeinschaft Allenstein, mittlerweile auf Schloss Horst. Viele ehemalige Allensteiner, die früher nach Gelsenkirchen ausgewandert sind, nutzen den Termin um sich zu sehen und sich gemeinsam an ihre alte Heimat zu erinnern.

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