RS1 würde 50 000 Pkw-Fahrten täglich sparen

Die Kernaussagen der Machbarkeitsstudie und Perspektiven rund um den Radschnellweg Ruhr RS1 liegen den Mitgliedern der Bezirksvertretung Süd für die heutige Sitzung (Beginn 16 Uhr im Wissenschaftspark, Munscheidstraße 14) zur Kenntnisnahme vor.

Der Rat der Stadt hatte im Herbst 2012 beschlossen, dass die Verwaltung das Projekt RS1 zwischen Duisburg und Hamm fachlich begleitet und bei der Realisierung mitwirkt. Mit etwa 101 Kilometern Länge ist der geplante Radweg der längste überhaupt; er verbindet die Oberzentren und Hochschulen der Region und verläuft durch zentrale urbane Räume der Metropole Ruhr. In Gelsenkirchen soll der Weg über die Trasse der Rheinischen Bahn südlich der Halde Rheinelbe II an der Stadtgrenze zu Bochum geführt werden. Vorgesehen sind, wie es in der Verwaltungsvorlage heißt, „attraktive Anschlüsse in Richtung GE-Innenstadt. Zu den Kernergebnissen der Machbarkeitsstudie gehört u. a., dass der RS1 ein enormes Nachfragepotenzial im unmittelbaren zwei Kilometer-Einzugsbereich der Strecke hat: rund 1,6 Millionen Einwohner, 430 000 Arbeitsplätze und rund 150 000 Studierende. Etwa 92 Prozent der vorgesehenen Strecke verläuft auf vorhandenen Verkehrswegen. Geschätzte Gesamtkosten: 183,7 Millionen Euro. Rund 50 000 Fahrten mit dem Auto würden täglich entfallen mit entsprechend positiven Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Gesundheit.

Zu den zentralen Fragen, die es noch zu lösen gilt, gehören Finanzierung und Trägerschaft des Projekts. Unter den bisherigen Förderbedingungen für Radverkehrsanlagen ist die Realisierung des RS1, so die Einschätzung der Verwaltung weder durch die Kommunen noch durch den Regionalverband Ruhr möglich.