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MORD AM HELLWEG

Rita Falk auf Tatortsuche für einen Gelsenkirchen-Krimi

12.02.2012 | 10:02 Uhr
Rita Falk auf Tatortsuche für einen Gelsenkirchen-Krimi
Die Münchner Krimi-Autorin Rita Falk recherchierte drei Tage lang in Gelsenkirchen für einen Beitrag zur Reihe "Mord am Hellweg". Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.  Wo könnte Silvester in Gelsenkirchen ein Mord geschehen? Die Krimi-Autorin Rita Falk war auf Einladung des Westfälischen Literaturbüros drei Tage lang in der Revierstadt. Die mörderische Story mit Schauplatz Gelsenkirchen wird im Herbst im neuen Band der Reihe „Mord am Hellweg“ erscheinen.

Bei „gefühlt 40 Grad minus und Orkan“ war sie auf der Halde und hat die Himmelsleiter bestiegen. Sie hat die Arena besucht, war in der Schalker-Vereinskneipe an der Glückauf-Kampfbahn und wollte eigentlich auch in die Stammpinte der Ultras, die aber erst um 18.04 Uhr aufmachte: Rita Falk auf Tatortsuche.

Zentrale Frage der Expertin: Wo könnte Silvester in Gelsenkirchen ein Mord geschehen? Die Krimi-Autorin aus Bayern war auf Einladung des Westfälischen Literaturbüros in Unna drei Tage lang auf Vor-Ort-Recherche in der Revierstadt. Die mörderische Story mit Schauplatz Gelsenkirchen wird im Herbst im neuen Band der Reihe „Mord am Hellweg“ erscheinen. Die Neuerscheinung ist als Kalendarium des Todes geplant, das Neujahr beginnt und Silvester – eben mit Rita Falks Geschichte – endet.

Die Schriftstellerin, bekannt unter anderem durch ihre excellenten Krimis um den bayrischen Dorfpolizisten Franz Eberhofer aus Niederkaltenkirchen, sagt: „Es war von Anfang an klar, das Schalke vorkommen soll.“ Weil außerhalb Nordrhein-Westfalens nicht unbedingt jeder etwas mit Gelsenkirchen anfangen könne – aber mit den königsblauen Knappen. Sie selbst dagegen schon: „Ich bin bekennender Assauer -Fan.“

Einen Monat für den Gelsenkirchen-Krimi

Wo der Mord passiert, wer das Opfer ist – Rita Falk lächelt. „Der Mord wird so einfieseln“, sagt sie im feinsten bayrischen Dialekt. Ja, sie habe schon eine Idee, wo die Leiche liegen könnte. Mehr verrät sie nicht. Weil das erstens die Spannung nehme und sie zweitens „der unter-dem-Schreiben-Änderer-Mensch“ sei. Allerdings knackt sie noch an einem Problem: Wie kriegt sie den Franz dienstlich nach Gelsenkirchen? Vielleicht hat ihr Ehemann, Polizeibeamter im realen Leben, ja eine zündende Idee.

Ein delikates Detail aus dem Gelsenkirchen-Krimi gibt sie dann aber doch noch preis: Die Schalker Vereinskneipe am Ernst-Kuzorra-Platz „wird für unsere Zwecke Silvester geöffnet sein“. Womit Rita Falk natürlich ihren Krimi meint. Die Autorin, deren jüngstes Werk „Knödel-Blues – Oma Eberhofers bayerisches Provinz-Kochbuch “ erst Anfang Februar erschienen ist, schätzt, dass sie etwa einen Monat für den Gelsenkirchen-Krimi brauchen wird.

Redaktionsschluss im Westfälischen Literaturbüro in Unna ist jedenfalls Mitte April; Anfang September soll Teil 6 der Krimianthologie erscheinen. Und im selben Monat ist der Auftakt zum internationalen Krimifestival „Mord am Hellweg“. Dafür wurden die besten deutschsprachigen Autoren eingeladen, an verschiedenen Orten zu recherchieren, um das mörderische Kalendarium spannend zu füllen. Die einzige Voraussetzungen: Der Stadtname muss im Titel erscheinen und es muss mindestens ein Mord passieren. Für Profis sicher kein Problem.

Nach dem Jahr der Kulturhauptstadt Ruhr2010 wird Gelsenkirchen erneut Schauplatz einer Lesung im Rahmen des Krimifestivals sein. Wo? Auch das gehört zu den Spannung erzeugenden Fragen.

Inge Ansahl

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