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Ehrenamt

Quereinsteiger an der Spitze

04.06.2012 | 17:09 Uhr
Quereinsteiger an der Spitze
Der neue Ortsbeauftragte des THW in Gelsenkirchen ist Peter Sworowski.Foto: Robert Dyhringer

Gelsenkirchen.  Peter Sworowski ist der neue Ortsbeauftragte des THW in Gelsenkirchen. Zu seiner Hauptaufgabe hat er sich gemacht, alte Ehrenamtler wieder für das Engagement beim THW zu begeistern,

Jetzt hat Peter Sworowski auch ganz offiziell das Sagen. Eigentlich übernahm der 53-Jährige schon im Januar die Aufgaben des Ortsbeauftragten beim Technischen Hilfswerk (THW) Gelsenkirchen: Am Samstag wurde er nun feierlich in sein Amt eingeführt.

„Das ist ohne Zweifel ein wichtiger Tag, denn jeder Wechsel ist ein Neubeginn“, meinte der THW-Landesbeauftragte Hans-Ingo Schliwienski. „Auch wenn der Wechsel in diesem Fall nicht ganz so tiefgreifend ist.“ Schließlich ist Sworowski schon seit fünf Jahren beim THW tätig. „Damals wollte ich einen Ausgleich zum Beruf finden und mich ehrenamtlich engagieren. Dann habe ich mich bei der Ehrenamtsagentur erkundigt und wurde hierher vermittelt“, erzählt der neue Ortsbeauftragte. „Ich bin quasi ein Quereinsteiger“. Zunächst musste er die Grundausbildung absolvieren, bevor er die klassische THW-Laufbahn durchlief. So wurde er Truppführer, Gruppenführer und später Zugführer.

Technischer Angestellter

„Wenn durch die Vorschlagswahl ein geeigneter Kandidat gefunden wurde, führe ich ein Gespräch mit der vorgeschlagenen Person“, erklärt Schliwienski. „Ich bin sehr schnell zu der Überzeugung gelangt, dass Peter Sworowski der Richtige für die Aufgabe ist.“ Schließlich muss der neue Ortsbeauftragte nicht nur persönlich geeignet sein, sondern zudem handwerkliches Geschick sowie Organisationstalent mitbringen.

Sworowski, der im beruflichen Leben als technischer Angestellter bei den Stadtwerken Düsseldorf tätig ist, leitet nun den Ortsverband, führt die Geschäfte und überwacht die Maßnahmen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Einsätzen. Leicht ist die Aufgabe aber für den neuen Ortsbeauftragten nicht. „Nach der Aussetzung der Wehrpflicht ist die Helferzahl geschrumpft. Mein Ziel ist es, wieder mehr Leute für das Engagement beim THW zu begeistern“, verrät Sworowski. Und er weiß auch schon ganz genau, wie das gelingen kann. „Ich möchte die Menschen zurückholen, die früher schon einmal für das THW tätig waren.“ So konnten bereits sieben ehemalige Helfer überzeugt werden, zurückzukehren. Auch die intensive Jugendarbeit, die in Gelsenkirchen schon vorbildlich funktioniert, möchte er fortsetzen.

Sein Vorgänger Dirk Hohmann gab das Amt aus beruflichen Gründen ab, bleibt dem THW aber als ehrenamtlicher Helfer erhalten. Und auch Gerd Frey wurde von seinem Amt als Kreisvorsitzender abberufen. Er erhielt nicht nur eine Urkunde, sondern auch die Ehrenplakette der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sowie eine Foto-Collage von den zahlreich erschienenen ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Fünf Jahre Amtszeitstehen nun bevor

Da Gelsenkirchen eine kreisfreie Stadt ist und nur über einen Ortsverband verfügt, übernimmt ab sofort der Ortsbeauftragte die Aufgaben des Kreisvorsitzenden.

Bevor alle Gäste – unter die sich auch Bürgermeisterin Gabriele Preuß und Landtagsabgeordnete Heike Gebhardt gemischt hatten – zu einem gemeinsamen Essen in die Kantine verschwanden, erhielt auch Peter Sworowski seine Urkunde. Eine fünfjährige Amtszeit liegt nun vor dem Herner, der 50 Jahre in Gelsenkirchen gelebt hat. „Gelsenkirchen ist meine Stadt“, sagt er und wird zum Schluss mit Applaus offiziell ins Amt eingeführt.

Jessica Hellmann


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