Pumpwerk ist im Juli 2015 fertig

In der Hartmannstraße sind umfangreiche Bauarbeiten durch Gelsenkanal geplant. Unter dem Asphalt der Straße in Höhe der Häuser 11 bis 21 soll eine Pumpstation eingebaut werden. Probleme bereitet dabei den Planern die Standfestigkeit der Stützmauer zum Bahngelände (im Bild rechts).
In der Hartmannstraße sind umfangreiche Bauarbeiten durch Gelsenkanal geplant. Unter dem Asphalt der Straße in Höhe der Häuser 11 bis 21 soll eine Pumpstation eingebaut werden. Probleme bereitet dabei den Planern die Standfestigkeit der Stützmauer zum Bahngelände (im Bild rechts).
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Von sintflutartigen Regenfällen getroffen drohte 2009 und 2010 ein Teil des Gelsenkirchener Stadtteils Rotthausen regelrecht abzusaufen. Jetzt wird ein Notpumpwerk gebaut.

Gelsenkirchen.. Von sintflutartigen Regenfällen getroffen drohte 2009 und 2010 ein Teil des Gelsenkirchener Stadtteils Rotthausen regelrecht abzusaufen. In der Hartmannstraße und der Gottfriedstraße wurden Erdgeschosswohnungen überflutet. Gelsenkanal sicherte daraufhin geeignete Abhilfemaßnahmen zu.

Leicht abschüssig und mit einer Zechenmauer „vor Kopf“ ist die Hartmannstraße wie ein Kessel, in den das Wasser reinläuft. Sechs Wohnungen waren nach dem Jahrhundertregen 2010 unbewohnbar. Zur Verringerung der Überflutungsgefahr im Gebiet Hartmann- und Gottfriedstraße wurden von der Abwassergesellschaft Gelsenkirchen mbH (AGG) und Gelsenkanal zunächst verschiedene Lösungsvarianten untersucht. „Als geeignetste Variante hat sich die Errichtung eines Notpumpwerkes mit Netztrennung herausgestellt“, so Stadtsprecher Martin Schulmann.

Das Pumpwerk ist in dem Verkehrsraum Hartmannstraße zwischen den Häusern Nummer 11 und 21 geplant. Dort befindet sich eine Einfahrt zu einem Garagenhof. Um die alte Zechenmauer an der Hartmannstraße nicht zu beschädigen, sei die Gründung allerdings kompliziert, so ein Mitarbeiter von Gelsenkanal.

Bei einem Starkregenereignis

Das von der Abwassergesellschaft Gelsenkirchen mbH (AGG) und Gelsenkanal erstellte Konzept sieht vor, das Teileinzugsgebiet der Hartmann- und der Gottfriedstraße zu verkleinern und bestehende Rückhaltemöglichkeiten der Zechenstraße zu optimieren.

Dieses Teileinzugsgebiet wird künftig bei einem Starkregenereignis durch eine automatisch arbeitende Einrichtung von dem restlichen Einzugsgebiet abgetrennt. Das in dem Teileinzugsgebiet anfallende Wasser wird dann über ein Pumpwerk in das weiterführende Leitungssystem übergeleitet. Das Pumpwerk, das ebenfalls automatisch in Betrieb geht, hat eine Leistungsfähigkeit von 200 Litern pro Sekunde.

Zur Verkleinerung des Einzugsgebietes ist bereits ein Umschluss im Bereich der Rotthauser Straße erfolgt. Dabei wurden im gleichen Zug Leitungen in der Gottfriedstraße aus baulichen Gründen erneuert. Aktuell erfolgen noch Abstimmungen über das Bauverfahren zur Erstellung des Pumpwerkes. In Kürze werden dann noch vorbereitende Arbeiten erfolgen. Die Fortführung der eigentlichen Bauarbeiten ist für den Mai 2015 vorgesehen.

Zwei Monate Bauzeit

Die Bauzeit wird voraussichtlich zwei Monate betragen. In der Sitzung der Bezirksvertretung Süd im Januar war die Fertigstellung für Juni/Juli 2015 angekündigt worden. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme werden sich auf rund 750.000 Euro belaufen. Zuschüsse gibt es nicht.

Mit der Zechenmauer an der Hartmannstraße wird sich der städtische Rechnungsprüfungsausschuss voraussichtlich in seiner nächsten Sitzung im April beschäftigen. Anlass ist eine Anfrage vom 27. Januar. Darin geht es u.a. um die Frage, welche wirtschaftlichen Auswirkungen der Bauzaun für die Stadt hat.

Der Bauzaun soll den ungebremsten Grünwuchs entlang der Mauer an der Hartmannstraße in Schach halten und gleichzeitig vor herabfallendem Mauerwerk schützen. Er kostet die Stadt jährlich 15 000 Euro.