Pruin kontert: CDU-Arbeitskreis ist „heiße Luft 2.0“

Dr. Günter Pruin ist Stadtverordneter der SPD im rat der Stadt Gelsenkirchen und Geschäftsführer von Gelsensport. Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services
Dr. Günter Pruin ist Stadtverordneter der SPD im rat der Stadt Gelsenkirchen und Geschäftsführer von Gelsensport. Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services
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Was wir bereits wissen
Die Gründung eines CDU-Arbeitskreises sorgt in der Gelsenkirchener SPD-Ratsfraktion für große Verwunderung. Günter Pruin bezeichnete ihn als „heiße Luft 2.0“.

Gelsenkirchen.. Dass die CDU einen kommunalpolitischen Arbeitskreis zum Thema Wirtschaftsförderung gegründet hat, sorge in der SPD-Ratsfraktion für große Verwunderung, teilte Günter Pruin, Fraktionsgeschäftsführer der Gelsenkirchener Genossen, mit.

„Die Partei mit den drei großen roten Buchstaben, die bei der letzten Kommunalwahl in ein tiefes schwarzes Loch gefallen ist, versucht einmal mehr mit einer Auflistung von Worthülsen die Wirtschaftsförderung der Stadt und die SPD zu kritisieren“, kommentierte Pruin die Einlassungen der Christdemokraten.

Deren Fraktionsvorsitzender Wolfgang Heinberg hatte mit der präventiven Standortpolitik die Kernthese der Union zum Thema Wirtschaftsförderung formuliert. Dazu merkte Pruin an: „Die CDU stellte die letzten fünf Jahre den Vorsitzenden des Wirtschaftsförderungsausschusses und hätte auch in der neuen Ratsperiode die Möglichkeit gehabt, den Vorsitz zu übernehmen. Das zum Thema von Heinberg, die Wirtschaft gehört zur Marken-DNA der CDU. Wo hat sie denn Konzepte und Ideen vorgetragen?“

SPD fehlen die Vorschläge der Union

Viel wichtiger für die SPD sei aber etwas anderes, führte der Geschäftsführer weiter aus. An dieser Stelle werde von der Union mal wieder die Wirtschaftsförderung der Stadt in Bausch und Bogen niedergemacht, ohne auch nur einen einzigen konstruktiven inhaltlichen Vorschlag zu formulieren.

Pruin kontert: „Die Wirtschaftsförderung leistet hervorragende Arbeit; davon habe ich mich in vielen Gesprächen überzeugt. Sie braucht keine Belehrungen eines CDU-Fraktionsvorsitzenden, der sich anscheinend gescheut hat, hier politisch in die erste Reihe zu gehen.“ Entsprechend müsse er sich auch nicht konkret mit Wirtschaftsförderung beschäftigen und könne lieber einen Arbeitskreis gründen.

Warum Heinberg sich nicht mit den Wirtschaftsförderern zusammensetzte, liegt für Pruin auf der Hand: „Wenn man anerkennen muss, was dort geschieht, kann man schlecht die große Keule schwingen. Ich schlage vor, dass der Arbeitskreis der CDU die Wirtschaftsförderer einlädt, um sich sachkundig machen zu lassen.“ Bis dahin sei der Kreis nur: „heiße Luft 2.0“.