Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 12°C
Umwelt

Proteste gegen Autobahn-Lärm finden Gehör

14.01.2010 | 19:57 Uhr

Ein (kleiner) Teilerfolg für die von Lärm betroffenen Anwohner der A 2: Der Verkehrsausschuss stellte sich hinter das Anliegen der Bürger. Und: Die Stadt hat mit dem für Gegenmaßnahmen zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW ein erstes "konstruktives" Gespräch geführt.

Der Protest der von betroffenen Bürgern gegründeten „Initiative gegen Lärm” (wir berichteten) verhallt offenbar nicht ungehört: Die Politik signalisierte am Donnerstag im Verkehrs- und Bauausschuss Unterstützung im Kampf gegen den Lärm entlang der A 2 sowie an der A 42 und A 52.

Und auch Stadtbaurat Michael von der Mühlen äußerte sich (vorsichtig) optimistisch. Direkt vor der Sitzung hatte die Verwaltung in einem „konstruktiven Gespräch” mit dem für die Autobahnen zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW die Probleme erörtert. In der nächsten oder übernächsten Sitzung des Verkehrsausschuss will die Verwaltung in einer ausführlichen Vorlage über die Situation und mögliche Lösungswege informieren.

Wo Straßen.NRW bzw. die Bezirksregierung den Hebel ansetzen müssen, steht für die von Anwohnern der A 2 gegründeten Initiative außer Frage: Auf dem Teilstück zwischen Schaffrath und Resse müsse ein Tempolimit her, so die Forderung. Die Probleme seien „schlagartig” durch die nach dem Ausbau vorgenommenen Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung entstanden, so Michael Neubauer. Der Professor der Informatik, der seit 45 Jahren an der A 2 wohnt, hatte als Vertreter der Initiative ein Rederecht im Ausschuss erhalten. Tausende Menschen litten entlang der A 2 unter den Lärmbelastungen durch zu hohe Geschwindigkeit - vor allem nachts, so Michael Neubauer.

Das Probleme sei in dieser Deutlichkeit bisher nicht bekannt gewesen, erklärtem Axel Barton (SPD) und andere Ausschussmitglieder. Den spontanen Antrag von Dennis Melerski (Grüne) auf Verabschiedung einer Resolution lehnte die SPD-Mehrheit im Ausschuss jedoch ab. Ein solcher Beschluss sei in diesem frühen Stadium nicht zielführend, argumentierten die Sozialdemokraten. Zunächst solle die Verwaltung einen detaillierten Bericht vorlegen.

Lars-Oliver Christoph

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2388051/create

Aktuelle Fotos und Videos
40 Jahre Maritim
Bildgalerie
Hotel
Eine echte Gaudi
Bildgalerie
Schützenfest
Drachenwetter auf Consol
Bildgalerie
Himmelsstürmer
Rock Hard in Gelsenkirchen
Bildgalerie
Festival
Aus dem Ressort
Vor 2021 wird Gelsenkirchen den Haushalt nicht ausgleichen
Stärkungspakt
Von 2014 bis 2018 wird die Stadt Gelsenkirchen jährlich gut 25 Millionen Euro zusätzlich aus Düsseldorf erhalten, dem Stärkungspakt Stadtfinanzen sein Dank. Aber die Summe der Kassenkredite wird steigen, bis die Stadt es schafft, den Haushalt aus eigener Kraft auszugleichen – also nicht vor 2021.
Farfan im Visier - Einbrecherbande muss lange ins Gefängnis
Prozesse
Fleischgroßhändler und Weinlager hatten sie jahrelang leer geräumt, nun müssen sie mit karger Gefängniskost vorlieb nehmen. Das Landgericht Essen verurteilte vier Angeklagte aus Bottrop und Gelsenkirchen wegen schweren Bandendiebstahls in mehreren Fällen zu bis zu fünf Jahren und drei Monaten Haft.